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VW: Ex-Topmanager in Kroatien gepackt – er war nicht einmal im Urlaub mehr sicher!

Außerhalb von Deutschland sind die einstigen VW-Topmanager offenbar nirgends sicher – das zeigt jetzt eine Festnahme in Kroatien... (Symbolbild)
Außerhalb von Deutschland sind die einstigen VW-Topmanager offenbar nirgends sicher – das zeigt jetzt eine Festnahme in Kroatien... (Symbolbild)
Foto: imago images / Jan Hübner

Wolfsburg. Festnahme im Abgasskandal! Ein ehemaliger Top-VW-Manager ist in Kroatien festgenommen worden – jetzt droht ihm die Auslieferung in die USA. Bei ihm soll es sich um Axel Eiser handeln. Er war Motoren-Entwickler der VW-Tochter Audi.

Der 59-Jährige soll der Deutschen Presse-Agentur und dem „Handelsblatt“ zufolge tief in den VW-Abgasskandal verwickelt sein. Sogar von einer „Schlüsselfigur“ ist die Rede. Demnach war ein von amerikanischen Strafermittlern beantragter Haftbefehl die Grundlage für das Vorgehen der kroatischen Behörden.

VW-Manager stolpert über Corona-Kontrollen

Unter Berufung auf interne Kreise berichtet das „Handelsblatt“, dass US-Ermittler in dem ehemaligen VW-Manager einen Verantwortlichen für den Betrug bei der Konzerntochter Audi sehen.

Offenbar wurden ihm die verschärften Corona-Kontrollen zum Verhängnis. Denn auch Kroatien speichert die Daten einreisender Personen. Nähere Details zum Aufenthalt Eisers in Kroatien und zu seiner Verhaftung während des Urlaubs sind nicht bekannt.

VW selbst wollte sich nicht dazu äußern. Laut dem Bericht droht Eiser die Auslieferung in die USA.

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Dort wurden bereits zwei frühere VW-Mitarbeiter zu jahrelangen Haft- und hohen Geldstrafen verurteilt.

Gegen mehrere mutmaßlich Verantwortliche - darunter Ex-Konzernchef Martin Winterkorn - liegen Strafanzeigen und Haftbefehle der US-Justizbehörden vor.

+++ VW-Ingenieur: US-Urteil härter als erwartet +++

VW hatte im September 2015 Abgasmanipulationen in großem Stil eingeräumt. Für den Skandal verbuchte der Konzern bereits Kosten in Höhe von 31,3 Milliarden Euro - der größte Teil davon entfiel auf Strafen und Entschädigungen in den USA. (dpa/ck)