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VW: Diess-Klatsche! Markenchef Brandstätter auf Kurswechsel – „Wir haben immer gesagt...“

Der designierte VW-Markenchef Rald Brandstätter (rechts) will den Kurs von VW-Chef Herbert Diess nicht vollumfänglich mitgehen. (Symbolbild)
Der designierte VW-Markenchef Rald Brandstätter (rechts) will den Kurs von VW-Chef Herbert Diess nicht vollumfänglich mitgehen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Sven Simon

Wolfsburg. Neuer Zündstoff bei VW! Zumindest dürfte es nach einem Interview des designierten Markenchefs Ralf Brandstätter in Wolfsburg brodeln.

Grund dafür ist sind Äußerungen von Brandstätter bezüglich der E-Mobilität des Unternehmens, die sich klar von den Aussagen des VW-Chef Herbert Diess absetzen. Der hatte den Konzern nämlich auf die Elektro-Offensive eingeschworen. Weg vom Verbrenner, hin zur E-Mobilität. Doch Brandstätter will wohl einen anderen Weg beschreiten.

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VW: Brandstätter setzt auch auf Verbrenner

Im Gegensatz zu VW-Chef Herbert Diess setzt Brandstätter nämlich nicht komplett auf E-Mobilität, wie er der „Auto Motor & Sport“ sagte. Während Diess im Jahr 2026 mit dem Verbrenner Schluss machen will, plane er noch lange mit Verbrennermodellen.

„Wir haben immer gesagt, dass wir noch auf lange Sicht verschiedene Antriebsarten gleichberechtigt im Programm haben werden. Jeder Kunde kann sich bei uns für die Technologie entscheiden, die am besten zu seinen Mobilitätsansprüchen passt“, sagte Brandstätter dem Fachblatt. Dazu gehörten auch Verbrenner.

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Herbert Diess hatte immer wieder betont, dass er alles auf eine Karte setzt: Auf die E-Mobilität. Diese strikte Linie galt und gilt als umstritten. Womöglich wurde ihm auch deswegen der wichtige Posten des VW-Markenchefs entzogen.

Diess-Kritiker hofften angeblich auf Stolperer

Focus online“ geht sogar noch weiter. Demnach hätten einige interne Diess-Kritiker geradezu darauf gehofft, dass er über den Abgas-Skandal stolpert. Aber dazu kam es nicht: Das Verfahren wegen Marktmanipulation gegen Diess wurde gegen eine millionenschwere Geldbuße eingestellt. Gezahlt hat sie VW.

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Laut „Auto Motor & Sport“ machen auch die Händler Druck. Demnach wehren sie sich massiv dagegen, alle Benziner und Diesel von der Verkaufsliste zu streichen. Mit Erfolg: So wird zum Beispiel der VW Up weiterhin als Verbrenner angeboten, genau wie der Passat.

VW: Diese Modelle sollen vor dem Aus stehen

Und: Selbst der als Klimakiller gescholtene Touareg soll im Sortiment bleiben. Dem Bericht zufolge will VW den Luxus-SUV noch bis 2027 weiterbauen. Die Zeitschrift will gleichzeitig erfahren haben, dass VW noch weitere Modelle streichen will.

Nach Beetle, Scirocco & Co. sollen demnach auch der Familienvan Touran und um der Golf Plus vor dem Aus stehen. Auch der als Studie vorgestellte Elektro-Buggy soll nicht realisiert werden. (ck)