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Volkswagen Bank: Frau aus Braunschweig bekommt Brief und kann es kaum fassen – „Kündigung unumgänglich!“

Eine Frau aus Braunschweig hat einen Brief der Volkswagen Bank erhalten, der sie sprachlos gemacht hat.
Eine Frau aus Braunschweig hat einen Brief der Volkswagen Bank erhalten, der sie sprachlos gemacht hat.
Foto: imago images/Rust

Braunschweig. Als der Brief der Volkswagen Bank bei einer Frau aus Braunschweig in den Briefkasten flatterte, staunte sie nicht schlecht. Denn die Volkswagen Bank ändert ihre Geschäftsbedingungen.

Für die Kunden ändert sich dadurch einiges – und nicht alle finden das gut. Eine Frau aus Braunschweig will ihr Konto bei der Volkswagen Bank jetzt kündigen – die Bank selbst beschwichtigt.

Darum geht es: Ab Oktober verlangt die Volkswagen Bank für Girokonten eine monatliche Kontoführungsgebühr von 3 Euro. Darin seien vier kostenlose Bargeldauszahlungen in allen Euro-Ländern mit der Visa-Card enthalten.

Volkswagen Bank verteidigt sich gegen Vorwürfe

Die neue Gebühr bringt die Braunschweigerin auf die Palme: „Ich finde es wirklich dreist“, schreibt sie news38.de.

Die Volkswagen Bank dagegen begründet den Schritt mit der lang anhaltenden Niedrigzinsphase in einem härter werdenden Wettbewerbsumfeld, begleitet von stetig steigenden regulatorischen Anforderungen. Man habe diesen Schritt außerdem bereits im vergangenen Jahr angekündigt, betont die Bank.

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„Wir halten die Einführung einer monatlichen Kontoführungsgebühr in Höhe von 3 Euro für moderat und bewegen uns damit im Durchschnitt der deutschen Direktbanken“, teilte die Volkswagen Bank auf Anfrage mit.

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Das ist die Volkswagen Bank:

  • Sitz: Braunschweig
  • Rechtsform: GmbH
  • Bankleitzahl: 27020000
  • BIC: VOWA DE2B XXX
  • Gründung: Juni 1949
  • Website: www.vwfs.de
  • Bilanzsumme: 68,4 Mrd. Euro (2019)
  • Kunden: 1,2 Mio. (2015)
  • Mitarbeiter: Knapp 2.000

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Mehr noch: Es gebe sogar Kunden, die künftig sparten. Bislang hätten diejenigen, die weniger als 1.000 Euro bargeldlosen Zahlungseingang auf Ihrem Girokonto hatten eine Kontoführungsgebühr von 4,50 Euro zahlen müssen. Künftig seien es nur noch 3 Euro.

VW Bank ändert Geschäftsbedingungen

Die VW Bank weist in ihren neuen Geschäftsbedingungen darauf hin, dass sie im Falle eines Widerspruchs den Vertrag kündigen wird. Für die Braunschweigerin ist das zu viel: „Das ist der Gipfel! Meines Erachtens ist das jetzt der Weg, die Privatkunden loszuwerden.“

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Auch das kontert die Volkswagen Bank. Natürlich stehe es jedem Kunden frei, die neuen Geschäftsbedingungen abzulehnen. „Entsprechend behalten wir uns vor, das Vertragsverhältnis zu beenden“, heißt es aus Braunschweig.

Die Sorge der Kundin sei unbegründet: Man biete ihr und den anderen Kunden weiterhin „ein attraktives und wettbewerbsfähiges Girokonto an“, gleichzeitig gebe es noch zahlreiche andere Produkte für Privatkunden im Portfolio.

Braunschweigerin sauer: „Ich finde das wirklich frech.“

„Wir sind uns deshalb sicher, dass wir vor dem Hintergrund unserer strategischen Fokussierung sowohl auf bewährte als auch auf neue, innovative Wachstumsfelder, auch für Privatkunden leistungsstark aufgestellt sind“, teilte die Volkswagen Bank mit.

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Inwiefern die Bank die Braunschweigerin noch als Kundin halten kann, bleibt dennoch fraglich. Sie schreibt: „Für mich als Kundin wird mit den Einschränkungen eine Kündigung meiner Konten unumgänglich. Ich finde das wirklich frech.“ (ck)