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VW-Chef Diess schlägt Alarm – „deutliche Corona-Einschläge“

VW-Chef Herbert Diess befürchtet wegen der Corona-Krise bis mindestens 2022 schwere Belastungen des Geschäfts für den Volkswagen Konzern. (Archivbild)
VW-Chef Herbert Diess befürchtet wegen der Corona-Krise bis mindestens 2022 schwere Belastungen des Geschäfts für den Volkswagen Konzern. (Archivbild)
Foto: imago images / Henning Scheffen

Wolfsburg. Die Corona-Krise hat auch bei VW Spuren hinterlassen – und hinterlässt sie noch. Wochenlang standen die Bänder still, der Absatz brach zum Teil um zwei Drittel ein, und trotz allem versucht VW, die lang angekündigte Elektro-Offensive zu stemmen.

Herbert Diess betrachtet die Entwicklungen mit Sorge. Wie die „Automobilwoche“ exklusiv erfahren haben will, rechnet der VW-Konzernchef mit „deutlichen Corona-Einschlägen“.

VW-Chef Herbert Diess rechnet mit herben „Corona-Einschlägen“

Und das nicht nur aktuell, sondern noch im Hinblick auf die kommenden zwei bis drei Jahre. In einer internen Konferenz soll Diess davon gesprochen haben, dass die Corona-Krise das Geschäft noch mindestens bis 2022 schwer belasten könnte.

Die „Automobilwoche“ berichtet außerdem davon, dass Finanzvorstand Frank Witter „sehr, sehr schlechte Zahlen“ erwartet.

Mit solchen Zahlen musste der Konzern schon die letzten Monate zumindest auf dem europäischen Markt leben. Und die hatten seinerzeit auch Konsequenzen für die Mitarbeiter. >> Mehr dazu liest du hier!

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VW auf Sparkurs

Doch Diess' Blick richtet sich weiter in die Zukunft. Er glaubt nicht, dass alle VW-Marken 2020 positive Ergebnisse erzielen und sich aus der Krise zurückkämpfen könnten, berichtet das „Handelsblatt“.

Deshalb würde der Konzernchef vor allem auf Einsparungen in der Krise setzen. Und die begleiten den Konzern schon seit geraumer Zeit...

Bereits im Februar berichtete die „Automobilwoche“ von ersten Einsparungen innerhalb des Konzerns. So solle es zukünftig keine Abteilungsfahrzeuge mehr geben. Stattdessen würden Shuttle-Flotten eingesetzt. Außerdem sei die Kilometerpauschale für Geschäftsfahrzeuge durch eine Realkosten-Abrechnung ersetzt worden.

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Das ist Herbert Diess:

  • geboren am 24.10.1958 in München
  • promovierte auf dem Gebiet der Montageautomatisierung
  • ab 1990 war er Leiter Planung und Instandhaltung des Robert Bosch Werks Treto in Spanien
  • 1996 wechselte er zur BMW AG nach München und übernahm dort wieder eine Leitungsposition
  • 2007 wurde er in den Vorstand der BMW AG berufen
  • 2012 wurde er Entwicklungsvorstand der BMW AG
  • 1. Juli 2015: Aufsichtsrat der Volkswagen AG bestellte Diess zum Mitglied des Konzernvorstands
  • seit 13. April 2018 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft

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