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VW-Tochter: Nächster Rassismus-Skandal – so reagiert der Konzern diesmal!

Kritische Äußerungen zu „Black Lives Matter“: Xenia Sobtschak soll nicht weiter für die VW-Tochter Audi werben. (Archivbild)
Kritische Äußerungen zu „Black Lives Matter“: Xenia Sobtschak soll nicht weiter für die VW-Tochter Audi werben. (Archivbild)
Foto: imago images / ITAR-TASS

Wolfsburg/Ingolstadt. Im VW-Konzern gibt es erneut Rassismus-Vorwürfe. Diesmal bei Audi. Der Autobauer aus Ingolstadt hat bereits reagiert.

Die VW-Tochter hat sich mit sofortiger Wirkung von ihrer russischen Markenbotschafterin, der Fernsehmoderatorin Xenia Sobtschak getrennt. Anlass sind mutmaßliche rassistische Äußerungen.

VW-Tochter Audi: „Vorkommnisse sind für uns inakzeptabel“

„Die uns heute bekannten Vorkommnisse sind für uns inakzeptabel“, sagte der Leiter Integrität, Compliance, Risikomanagement, Werner Neuhold. Audi lehne „jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung strikt ab“.

Sobtschak soll sich demnach auf ihrem Instagram-Profil kritisch zu den Anti-Rassismus-Protesten der Bewegung „Black Lives Matter“ in den USA geäußert haben.

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Mehr noch. Laut dem Magazin „Business Insider“ beschimpfte die 38-Jährige auf Instagram schwarze US-Amerikaner als „faul und dumm“. Es gebe noch mehrere solcher Äußerungen von ihr.

Audi trennt sich von Xenia Sobtschak

Laut der VW-Tochter Audi hatte man sich bereits vor den aktuellen Vorfällen von Sobtschak trennen wollen, da diese zunehmend polarisiert habe.

Eine mündliche reguläre Kündigung des Vertrages sei bereits am 16. Juni erfolgt, angesichts der jüngsten Äußerungen habe man nun am Mittwoch die fristlose Kündigung versandt.

Audi hatte acht Jahre lang mit Sobtschak zusammengearbeitet. Sie trat bei Audi-Events auf, bei denen sie als „Audi-Liebhaberin“ oder „Audi-Starfreundin“ vorgestellt wurde. Außerdem postete sie immer wieder Bilder von sich und einem Audi bei Instagram. Im Westen wurde sie vor allem durch ihre Kandidatur bei der Präsidentenwahl 2018 bekannt.

Zuletzt hatte ein rassistischer Werbeclip für den neuen VW Golf 8 den Konzern in Erklärungsnot gebracht. Letztendlich reagierte Volkswagen – personelle Konsequenzen blieben aber aus. (dpa/ck)