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VW-Tochter Skoda hat Stress mit Rechts-Rapper – „Wir distanzieren uns grundsätzlich“

Die VW-Tochter Skoda geht auf Distanz zu einem sehr umstrittenen Rapper. Hintergrund ist dessen neues Musikvideo „Fabia“. (Symbolbild)
Die VW-Tochter Skoda geht auf Distanz zu einem sehr umstrittenen Rapper. Hintergrund ist dessen neues Musikvideo „Fabia“. (Symbolbild)
Foto: imago images / CTK Photo

Mladá Boleslav/Wolfsburg. Der VW-Konzern kommt nicht zur Ruhe. Jetzt musste sich auch die tschechische VW-Tochter Skoda klar positionieren.

Dabei geht es um den sehr umstrittenen Rechts-Rapper Chris Ares und dessen Musikvideo „Fabia“. Dort ist immer wieder mal ein Skoda Fabia zu sehen.

VW-Tochter Skoda geht auf Distanz zu Chris Ares

Und das schmeckt der VW-Tochter so gar nicht! Skoda stehe weder in Verbindung mit Chris Ares, noch sei diesem ein Fahrzeug für Aufnahmezwecke zu Verfügung gestellt worden, stellte die deutsche Vertriebstochter am Dienstag auf Twitter klar.

Skoda stehe vielmehr für dreierlei Dinge:

  • Weltoffenheit
  • Toleranz
  • Vielfalt

Man distanziere sich „grundsätzlich von jeglichen extremistischen Ansichten und Standpunkten“.

Für den Verfassungsschutz Bayern ist Christoph Zloch - also Chris Ares - ein Rechtsextremist. Der bayerische Verfassungsschutzbericht 2019 rechnet ihn der Identitären Bewegung (IB) zu. Dies belege auch seine Kooperation mit identitären Musikern wie „Komplott“ und „Prototyp“.

Verfassungsschutz stuft Chris Ares als rechtsextrem ein

Weiter heißt es im Verfassungsschutzbericht: „In seinen Liedern bedient Ares identitäre Ideologieelemente, unterlegt diese aber mit populärer Musik. Mit seinen Musikveröffentlichungen, dem Label und seinem Tonstudio entwickelt sich Ares zunehmend zu einem bedeutenden Akteur in der bundesdeutschen identitären Musikszene.“

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Die Identitäre Bewegung lehnt unter anderem Zuwanderung ab und warnt vor einem „Bevölkerungsaustausch“ in Europa. (dpa/ck)