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VW-Skandal: Diesel-Razzia bei Volkswagen und Continental – auch in Gifhorn!

Bei VW und Continental hat es am Mittwoch Razzien gegeben. Wieder einmal ging es dabei um den Dieselskandal. (Symbolfoto)
Bei VW und Continental hat es am Mittwoch Razzien gegeben. Wieder einmal ging es dabei um den Dieselskandal. (Symbolfoto)
Foto: imago images / pictureteam

Hannover/Wolfsburg. Der Dieselskandal bei VW weitet sich aus! Am Mittwoch gab es mehrere Razzien der Staatsanwaltschaft Hannover.

Die Ermittler durchsuchten vor allem Geschäftsräume des VW-Zulieferers Continental, aber auch bei Volkswagen selbst. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Beihilfe zum Betrug im VW-Abgasskandal gegen neun Conti-Mitarbeiter.

VW und Continental: Diesel-Razzia!

Wie die Strafverfolger nach der Durchsuchung mehrerer Standorte mitteilten, geht es bei den Vorwürfen an sieben Ingenieure sowie zwei Projektleiter zudem um mittelbare Falschbeurkundung.

„Es handelt sich um einen Ableger des Verfahrens, das die Staatsanwaltschaft Braunschweig schon gegen Beschäftigte von Volkswagen führt“, hieß es.

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Man prüfe, ob Mitarbeiter der früheren Siemens-Autotechnik-Sparte VDO - von Conti 2007 übernommen - möglicherweise den Auftrag für die Motorsteuerung der 1,6-Liter-Ausgabe des späteren Skandal-Dieselmotors EA 189 in dem Wissen annahmen, dass VW damit betrügerische Absichten verfolgen wollte.

Es werde auch Hinweisen nachgegangen, dass die Dokumentation der Software entsprechend beeinflusst worden sein soll.

Der Anfangsverdacht: Beschäftigte der heutigen Automotive-Sparte von Continental könnten damit „den Wünschen von VW entsprochen“ haben, eine verbotene Abschalteinrichtung herzustellen. Nun müssten die sichergestellten Beweismittel ausgewertet werden: „Wir stehen da noch am Anfang.“

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Den Angaben zufolge durchsuchten Polizisten und Staatsanwälte unter anderem den Conti-Hauptsitz in Hannover sowie Büros in Regensburg und Frankfurt. Auch Volkswagen habe in Wolfsburg Unterlagen herausgeben müssen. Zudem seien Standorte einer Ingenieurfirma in Gifhorn und Berlin aufgesucht worden.

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Conti-Standorte in unserer Region:

  • Elektrobit Automotive GmbH, Braunschweig
  • Continental Automotive GmbH, Wolfsburg
  • Continental Teves AG & Co. OHG, Gifhorn

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Continental erklärte dazu: „Wir haben an keinen unserer Kunden Software zum Zweck der Manipulation von Abgastestwerten geliefert.“ Vielmehr hätten sich die „im jeweiligen Zeitraum gültigen Abgasgrenzwerte grundsätzlich einhalten lassen“.

Man arbeite „vollumfänglich mit den Behörden“ zusammen, betonte das Unternehmen. Zum Stand des Verfahrens äußerte sich Continental nicht.

Abgasaffäre bei VW fliegt 2015 auf

Die Abgasaffäre bei Volkswagen war im September 2015 aufgeflogen. Die Wolfsburger hatten in den USA manipulierte Abgas-Reinigungssysteme in Dieselfahrzeuge eingebaut, die im Testbetrieb deutlich niedrigere Stickoxid-Emission anzeigten, als im tatsächlichen Betrieb auf der Straße entstanden.

Später ergab sich die Frage, ob möglicherweise auch Zulieferer in die Täuschungsabsichten eingeweiht waren. Sie bestreiten dies.

Auch Mitsubishi unter Verdacht

Im Januar war auch der japanische Hersteller Mitsubishi unter Verdacht geraten, Dieselkäufer mit illegalen Abschalteinrichtungen betrogen zu haben.

Bei einer Razzia in vier Bundesländern durchsuchten Ermittler Geschäftsräume der deutschen Mitsubishi-Niederlassung, einer Tochtergesellschaft und zweier großer Zulieferer. Continental-Mitarbeiter wurden in dem Verfahren als Zeugen geführt. (ck/dpa)