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VW: Nach Türkei-Aus – jetzt lockt DIESES Land den Konzern: „Wir werden alles dafür tun, um sie zu bekommen“

Nach der Absage an die Türkei wegen eines geplantes Werks buhlt nun ein anderes Land um die Investitionen.
Nach der Absage an die Türkei wegen eines geplantes Werks buhlt nun ein anderes Land um die Investitionen.
Foto: imago images / CTK Photo / Sven Simon / Montage: News38

Wolfsburg/Bratislava. Monatelang war es ein Hin und Her zwischen VW und der Türkei. Kommt ein neues Werk oder kommt keines?

Am Ende hat VW das Aus für ein neues Werk in der Türkei bekanntgegeben. Doch kaum wurden diese Verhandlungen ad acta gelegt, buhlt ein neues Land im Volkswagen.

VW: Nach Türkei-Aus buhlt dieses Land um Investitionen

Die Regierung der Slowakei führt bereits Gespräche mit VW und hofft auf Investitionen und die Erweiterung einer Fabrik in Bratislava, berichten Medien.

Damit will sich die Slowakei Tausende Arbeitsplätze in der Hauptstadt sichern. Eine Entscheidung über den künftigen Standort sei laut VW allerdings noch nicht gefallen, man prüfe derzeit Investitionen in andere europäische Anlagen.

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„Wir werden alles dafür tun, um sie zu bekommen“, sagte Igor Matovic, slowakischer Ministerpräsident. Weitere Details nannte er nicht. Das VW-Werk in Bratislava besteht seit Anfang der 90er Jahre.

Aus diesem Grund stoppte VW die Türkei-Pläne

Zuletzt hatte Volkswagen bekanntgegeben, Pläne für ein neues Werk in der Türkei zu stoppen. Grund seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Automobilmärkte. Die Situation sei nun eine andere als vor Corona.

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VW-Konzernchef Herbert Diess begründete die Entscheidung gegen das Werk laut „Reuters“ mit den schlechteren Wachstumsperspektiven der Automobilindustrie durch die Pandemie.

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VW in der Slowakei:

  • Nach der „Samtenen Revolution“ in der Slowakei 1989 wurde die Privatisierung der Wirtschaft eingeleitet
  • Für Autowerk „Bratislavské automobilové závody“ (BAZ) suchte die Regierung einen Partner – VW konnte sich gegen die Mitbewerber durchsetzen
  • 1991 gründeten Volkswagen (80 Prozent) und BAZ (20 Prozent) das Joint Venture „Volkswagen Bratislava“
  • Im Februar 1992 begann die Serienproduktion mit dem VW Passat B3
  • Rund zwei Jahre später übernahm Volkswagen die restlichen 20 Prozent der BAZ

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Ursprünglich hatte der Konzern für rund eine Milliarden Euro in Manisa ein Mehrmarkenwerk mit einer Jahreskapazität von 300.000 Fahrzeugen und rund 4.000 Beschäftigten hochziehen wollen.

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Noch wird der VW Passat im deutschen Werk Emden gefertigt; der Skoda Superb rollt in der tschechischen Fabrik Kvasiny vom Band. Tätigt Volkswagen die Investitionen in der Slowakei, werden diese Fahrzeuge bald möglicherweise in Bratislava hergestellt. (vh/mit dpa)