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VW: Interner Zoff! Jetzt kickt der Konzern den nächsten Top-Manager

Der nächste VW-Topmanager muss den Hut nehmen: Christian Senger verliert seinen Posten.
Der nächste VW-Topmanager muss den Hut nehmen: Christian Senger verliert seinen Posten.
Foto: imago images/ Volkswagen AG

Wolfsburg. Bei VW rollen zahlreiche Köpfe: Seit Anfang Juli wird die zweite Führungsebene kräftig umgebaut.

Mit Andreas Renschler und Thomas Sedran mussten die Chefs der Sparten Lastwagen und Vans bereits den Hut nehmen. Vergangene Woche verkündete VW, dass auch Skoda-Chef Bernhard Maier gehen muss. Auch die Kernmagen Seat und Audi haben neue Leitungen erhalten.

Wie das Handelsblatt nun erfahren hat, steht der nächste Top-Manage vor dem Aus: Christian Senger. Erst vor zwei Wochen ist Senger offiziell Chef von Car.Software.Org geworden. Der aufstrebende Diplomingineur sollte das eigene VW-Betriebssystem auf- und ausbauen.

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Fakten und Zahlen zu VW:

  • gegründet am 28. Mai 1937
  • Mitarbeiterzahl: 671.200 (Stand 2019)
  • Umsatz: 252,6 Mrd. Euro (Stand 2019)
  • größter Autobauer der Welt
  • mehrheitlich im Besitz der Familien Porsche und Piëch

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VW entlässt den nächsten Top-Manager

Das „VW.OS“ werde „ein System, das vom Kleinwagen bis zur Premiumlimousine skalierbar ist“, kündigte Sprenger noch im Juni an. Doch der Shootingstar hatte sich innerhalb kürzester Zeit mit zu vielen Akteuren im VW-Reich überworfen, berichtet das Handelsblatt. Seinen Posten soll Audi-Chef Markus Duesmann übernehmen. Bestätigt hat Volkswagen den Wechsel offiziell noch nicht.

VW-Chef Herbert Diess, dessen Stuhl zwischenzeitig selbst mächtig gewackelt hatte, baut die Führungsebene gerade um. Er möchte sich seine neu gewonnene Macht demonstrieren, heißt es aus Aufsichtsratkreisen.

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Was steckt hinter VWs neuem Betriebssystem?

Seit dem 1. Juli hat die Entwicklung einer eigenen Digital-Plattform für alle Marken im Konzern begonnen. Diese bildet den Kern eines Auto-Betriebssystems, das bis 2024 voll ausgearbeitet sein soll. VW will die „komplette Fahrzeugarchitektur“ inklusive Elektronik dabei selbst kontrollieren.

Die steigende Bedeutung von Software macht die Industrie abhängiger von den IT-Riesen – viele Unternehmen versuchen daher, ihre Kompetenz zu erweitern und das Fachpersonal entsprechend aufzustocken. Die „Car.Software“-Organisation bei VW soll nach bisherigen Plänen bis 2025 über 10.000 Experten umfassen, bis zum Ende des laufenden Jahres könnten es schon 5000 Mitarbeiter sein. Ziel ist es, mehr Systeme in Eigenregie zu programmieren und so die Wertschöpfung zu vergrößern.

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In den kommenden Jahren will die neue VW-Konzerneinheit mehr als sieben Milliarden Euro ausgeben.

VW schickt ID.3 ins Rennen – eine Sache ist anders für Kunden

Und während es auf Management-Ebene krieselt, treibt VW dennoch den Start des ID.3 voran. Denn der offizielle Verkauf ist nun gestartet. Doch für die Kunden ist dieses Mal eine Sache anders. Was das ist, liest du HIER. (mb mit dpa)