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VW: Staatsanwaltschaft eröffnet Verfahren gegen VW-Manager – sie kosteten den Konzern Millionen

Das Verfahren gegen mehrere hochrangige VW-Mitarbeiter wurde jetzt in Braunschweig eröffnet. (Symbolbild)
Das Verfahren gegen mehrere hochrangige VW-Mitarbeiter wurde jetzt in Braunschweig eröffnet. (Symbolbild)
Foto: imago images / Panthermedia; imago images / imagebroker

Braunschweig. Bei VW kehrt aktuell keine Ruhe ein. Nach den Diesel-Manipulationen erwartet VW mit bangem Blick die noch ausstehenden Urteile betrogener Kunden vor dem Bundesgerichtshof. Als wäre das nicht genug, schockierte jüngst ein Abhör-Skandal die Konzernführung.

Und jetzt müssen sich auch noch vier Mitarbeiter vor dem Landgericht in Braunschweig verantworten. Das Landgericht hat ein Verfahren gegen zwei VW-Manager sowie zwei Vorstandsmitglieder des Konzerns eröffnet.

VW: Top-Angestellte verursachen Millionen-Schaden

Die Männer hatten zwischen 2011 und 2016 einen Schaden von mehreren Millionen Euro zu verantworten. Insgesamt 29 Taten werden den vier VW-Mitarbeitern vorgeworfen. Konkret geht es um Untreue im Zusammenhang mit der Vergütung von VW-Betriebsratsmitgliedern beziehungsweise Untreue im besonders schweren Fall.

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Bei den Angeklagten handelt es sich um zwei ehemalige Vorstandsmitglieder sowie einen ehemaligen und einen aktuellen leitenden Manager bei VW. Jedem wird eine unterschiedliche Anzahl an Fällen zur Last gelegt, die zwischen einem Fall und 27 liegt.

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Die Taten der Männer liegen bereits einige Zeit zurück: Zwischen 2011 und 2016 sollen die vier Angeklagten mehrfach gegen die gesetzlichen Vorgaben bei der Festlegung von Gehältern und Bonuszahlungen verstoßen haben. Alle vier sollen dabei Einfluss auf deren Höhe genommen haben.

Mehr als fünf Millionen Euro Schaden für VW

Für VW ist die Sache besonders bitter: Durch die überhöhten Gehälter und Boni soll dem Konzern über den Tatzeitraum ein Schaden von mehr als fünf Millionen Euro entstanden sein, wie die Staatsanwaltschaft Braunschweig in einer Pressemitteilung angab.

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Bereits im vergangenen November hatte das Landgericht Anklage erhoben. Nun wurde das Verfahren eröffnet. Wann der erste Prozesstag gegen die Männer stattfindet, ist allerdings noch nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft will über die Festlegung jedoch öffentlich informieren. (dav)