VW 

VW: Dieses Modell boomt in der Corona-Krise – doch der Autobauer hinkt hinterher

VW hinkt bei der Produktion eines Modells hinterher.
VW hinkt bei der Produktion eines Modells hinterher.
Foto: imago images/Susanne Hübner

Durch die Corona-Krise ist VW schwer gebeutelt worden. Die ganze Autobranche lag brach, die Produktionen standen still.

Zwischen Januar und Juli dieses Jahres sind die Verkaufszahlen der gesamten Branche um 30 Prozent eingebrochen.

Der gesamten Branche? Nein. Denn der Hype um Elektro-Autos hält an und boomt. Nur VW hat bisher nicht viel davon.

VW hinkt in Sachen Elektromobilität hinterher

Und das obwohl der VW Golf zu den beliebtesten und meistgekauften E-Autos der Branche im Zeitraum Januar bis Juli gehört. Das berichtet das Handelsblatt.

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Das Problem, das VW und andere deutsche Autobauer haben: Ihr Angebot an bezahlbaren und günstigen Elektro-Autos ist noch überschaubar. Hinzu kommen lange Lieferzeiten bis zu einem Jahr und ein noch sehr lückenhaftes Netz der Ladesäulen in Deutschland. Auch wenn diese langsam mehr werden.

Die Bundesregierung hat kurz vor der Corona-Krise eine Kaufprämie für E-Autos ausgerufen. Durch die Corona-Krise wurde die noch erhöht. Heißt im Klartext: Kunden können beim Kauf eines E-Autos bis zu 9000 Euro einsparen. Die Regierung hat als Element des Corona-Konjunktur-Programms ihren bisherigen Anteil an der Prämie auf 6000 Euro verdoppelt. Die Hersteller bleiben bei ihrer bisherigen Beteiligung von bis zu 3000 Euro.

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Durch Kaufprämie ist Nachfrage rasant gestiegen

Durch diese Kaufprämie ist die Nachfrage nach E-Autos enorm gewachsen. Doch während ausländische Hersteller den Ansturm einigermaßen bewältigt kriegen, haben einheimische Autobauer laut Handelsblatt Probleme damit. Denn sie haben zu lange an der Verbrennertechnologie festgehalten und viel später auf Elektromobilität umgeschwenkt im Vergleich zu ausländischen Herstellern.

Das rächt sich nun: Wartezeiten sind sehr lang, rein elektrische Modelle gibt es kaum. Meistens handelt es sich um Hybride, die auch mit Benzin fahren.

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Das ist VW:

  • Die Volkswagen AG wurde 1937 gegründet
  • Zum Konzern gehören auch die Marken Audi, Seat, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini und Porsche
  • 2018 fertigten die Wolfsburger rund 40 Modelle unter dem Namen Volkswagen
  • Im Jahr 2019 waren rund 22 Prozent aller Neuzulassungen Autos von VW

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E-Autos sind immer noch recht teuer

Ein weiteres Problem: Die heimischen Autobauer bieten kaum günstige Modelle an. Der VW E-Up beispielsweise ist noch vergleichsweise günstig, neu kostet er aber immerhin noch knapp 22.000 Euro.

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Zum Vergleich: Dacia hat nun den „Spring“ auf den Markt gebracht und dieser ist bereits ab 10.000 Euro zu bekommen. Natürlich unterscheiden sich Reichweite und Ausbau, dennoch ist es ein Preis, der bezahlbar ist. Vor allem für die immer so viel angepriesene Zielgruppe der Mittelschicht.

Prämie nur noch bis Ende 2021

VW und andere deutsche Autobauer müssen nun nachrüsten, um auf dem Markt des Elektro-Autos nicht völlig hinterher zu hinken. Wer von der Prämie noch profitieren will, muss sich beeilen. Denn die fließt nur bis Ende 2021 und gilt erst, wenn das Fahrzeug zugelassen ist. Bei Lieferzeiten von bis zu einem Jahr, kann das ganz schön eng werden. (fb)