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VW-Tapes: Razzia! Ermittler wollen Klarheit schaffen

Eine Spitzel-Affäre sorgt beim weltgrößten Autobauer VW für Unruhe. Jetzt hat sich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. (Symbolbild)
Eine Spitzel-Affäre sorgt beim weltgrößten Autobauer VW für Unruhe. Jetzt hat sich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. (Symbolbild)
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Wolfsburg/Braunschweig. Im Falle der Abhör-Affäre bei VW hat es eine Razzia gegeben.

Ermittler der Staatsanwaltschaft Braunschweig haben entsprechende Räumlichkeiten durchsucht, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.

Durchsuchungen bei VW in Wolfsburg

Diesmal ging es also nicht um den Dieselskandal im Hause Volkswagen. Vielmehr will die Staatsanwaltschaft die Abhör-Affäre bei VW aufklären. Wer hat die internen Sitzungen heimlich mitgeschnitten? Und zu welchem Zweck?

Die Ermittler aus Braunschweig bestätigten der „Süddeutschen Zeitung“ die Durchsuchungen. Weitere Details nannte die Behörde aber nicht – auch nicht, „ob und gegen wie viele Personen“ ermittelt werde.

Bei dem Lauschangriff handelt es sich um eine sehr ungewöhnliche Affäre. VW hat bereits einen Verdächtigen ausfindig gemacht – und den Manager rausgeworfen. Die Konzernsicherheit hat all seine Dienstgeräte sichergestellt, um sie auszuwerten.

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Der mutmaßliche Maulwurf soll im Bereich Beschaffung gearbeitet haben; also jener Sparte, die sich um den Einkauf von Autoteilen bei Zulieferern kümmert. Dem Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ war das Tonmaterial zugespielt worden – und das soll es in sich haben.

VW-Tapes: Maulwurf schneidet brisante Prevent-Sitzungen mit

Mitgeschnitten wurden in den Jahren 2017 und 2018 interne und offenbar brisante Besprechungen, in denen es um den Streit mit dem Zulieferer Prevent ging.

VW hatte nach Bekanntwerden der Affäre Strafanzeige erstattet und eine interne Untersuchung eingeleitet. Man sei „Opfer einer illegalen Abhörattacke“ geworden, erklärte Volkswagen. (ck)

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