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VW ID.3: Interessenten sind enttäuscht – hatte Volkswagen DAS verschwiegen?

Hat VW beim ID.3 mit größerem Akku einige wichtige Ausstattungsmerkmale verschwiegen? (Symbolbild)
Hat VW beim ID.3 mit größerem Akku einige wichtige Ausstattungsmerkmale verschwiegen? (Symbolbild)
Foto: Volkswagen AG

Wolfsburg. Man stelle sich vor: Eine fünfköpfige Familie stellt sich den neuen VW ID.3 zusammen. Das Elektromodell mit großer 77 kWh Batterie soll es sein, immerhin sollen weitere Strecken zurückgelegt werden. Das VW-Modell wird nach den eigenen Wünschen konfiguriert und bestellt.

Doch bei der Abholung beim Händler dann der Schock: Der Wagen hat weder fünf Sitzplätze, noch ein Panoramadach, noch einen Fahrradträger oder eine Anhängerkupplung und das Fahrergewicht ist beschränkt. Doch wer an einen schlechten Scherz denkt, der irrt.

VW ID.3 mit großem Akku nur mit vier anstatt fünf Sitzen

Wie mehrere Fachmagazine berichten, wird der ID.3 mit dem größten Akku mit deutlich weniger Ausstattung ausgeliefert. Das Problem für den Kunden: Die Änderung werden, im Gegensatz zum Modell mit kleineren Akku, nicht angegeben. Einen Hinweis auf nur vier anstatt fünf Sitzplätze sind im Konfigurator nicht ersichtlich.

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Schuld daran ist das maximal zulässige Gesamtgewicht. Das Auto ist durch den größeren Akku bereits so stark ausgelastet, das eine fünfte Person anscheinend zu viel wäre. Beim ID.3 Pro S liegt das Leergewicht beispielsweise bei 1.934 kg und das zulässige Gesamtgewicht bei 2.280 kg. 346 kg dürften Insassen und Gepäck somit nur auf die Waage bringen.

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Interessenten aufgebracht: „Fatal“

Der Ärger im Netz lässt nicht lange auf sich warten. Manch einer spricht von einem regelrechten Skandal. Ein Twitter-User bezeichnet die Aussparungen als „fatal.“ Andere pflichten ihm bei. „Schade, hätte ihn gekauft. Wiege aber 150 kg. Schon darf ich das „Elektroauto für alle“ nicht fahren“, meint ein anderer User.

Aber es gibt auch Gegenstimmen. So schreibt jemand: „Ich verstehe die Aufregung nicht. 4 Sitze sind völlig in Ordnung. Panoramadach mag ich eh nicht und eine Anhängerkupplung, wo ich keinen Anhänger anhängen kann, ist für mich sowieso nutzlos. Gerade dieses Modell ist für mich das interessanteste.“

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Rechnet man mit einem Gesamtgewicht von 150 kg für eine Familie, können immer noch knapp 200 kg zugeladen werden. Der fünfköpfigen Familie hingegen, die bei der Bestellung von einem Fünfsitzer ausgegangen ist, hilft das wenig. (mb)