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VW: Diese Auswirkung der Corona-Krise könnte auch den Autobauer empfindlich treffen – „Ich befürchte, dass...“

Die Corona-Krise hat VW hart getroffen. Während der Konzern sich langsam wieder hocharbeitet, gibt es aber noch in einer anderen Branche Probleme. Und die wiederum könnten auch Auswirkungen auf den Konzern haben. (Symbolbild)
Die Corona-Krise hat VW hart getroffen. Während der Konzern sich langsam wieder hocharbeitet, gibt es aber noch in einer anderen Branche Probleme. Und die wiederum könnten auch Auswirkungen auf den Konzern haben. (Symbolbild)
Foto: imago images/Future Image

Dass die Corona-Krise Autobauern wie VW deutlich zugesetzt hat, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Absatzeinbußen, Kurzarbeit, temporär stillgelegte Werke – bislang war es ein wirtschaftlich schweres Jahr für die Autobauer.

Doch nicht nur die Autobauer selbst, sondern auch die Zulieferer sind stark betroffen. Schon 2019 lief es für einige Betriebe nicht gut, der Start ins Jahr 202 war holprig. Die Corona-Krise setzt dem natürlich noch eins drauf. Und die Probleme der Zulieferer könnte wiederum auch VW und andere Autobauer betreffen, die auch auf die Zulieferer angewiesen sind.

VW: Diese Auswirkung könnte auch den Autobauer treffen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, der auch das Amt als VW-Aufseher inne hat, betrachtet die Entwicklungen mit Sorge. „Ich befürchte, dass wir uns bis zum Herbst auf viele schlechte Nachrichten einstellen müssen, dieses Thema wird uns noch massiv beschäftigen.“

Den Anstoß der Debatte hat eine Studie der Beratungsfirma PwC Strategy& gegeben. Demnach geht die Firma von einem globalen Umsatzrückgang großer Branchenunternehmen um 13 bis 24 Prozent aus. Abhängig von der weiteren Entwicklung der Pandemie.

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Studie zeigt: Etliche Firmen müssen harten Sparkurs fahren

Nach Einschätzung der Branchenbeobachter werden etliche Firmen nicht umhin kommen, einen harten Sparkurs zu fahren. „Nachdem die deutsche Zuliefererindustrie über mehrere Jahre ein kontinuierliches Wachstum gezeigt hat, wird nun deutlich, wie viele Unternehmen tatsächlich Restrukturierungsbedarf haben“, erklärte der Autor der Analyse, Henning Rennert.

Unter anderem bei Continental, aber auch bei zahlreichen Wettbewerbern wird gekürzt. Conti-Chef Elmar Degenhart hatte im Juni von der größten Automarktkrise seit den 1930er Jahren gesprochen und eine mögliche Reihe von Insolvenzen befürchtet.

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Die Studie:

  • Berater haben die Lage von 83 großen Zulieferern verschiedener Länder ausgewertet
  • bei den deutschen Vertretern gingen die Umsätze im vorigen Jahr verglichen mit 2018 bereits um 2 auf insgesamt 223 Milliarden Euro zurück
  • 2019 nahm nicht nur das reine Geschäftsvolumen, sondern auch die Wirtschaftlichkeit ab, heißt für deutsche Vertreter: Von 100 Euro Umsatz blieben im Schnitt 2,60 Euro Gewinn übrig, 2018 waren es noch 6,30 Euro gewesen
  • 2020 rechnen etliche Betriebe infolge der Corona-Krise mit roten Zahlen

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Continental hat bereits 2019 Verluste geschrieben

Gemessen am Umsatz verteidigte Bosch 2019 seine Position als größter deutscher Autozulieferer mit 77,7 Milliarden Euro – vor Continental mit 44,5 und ZF mit 36,5 Milliarden Euro. Auf den weiteren Rängen folgten Schaeffler (14,4 Mrd), Mahle (12,1 Mrd) und Hella (6,6 Mrd).

Conti sowie der Kabel- und Bordnetzhersteller Leoni hatten bereits 2019 Verluste geschrieben, allerdings auch wegen Umbaukosten und Sonderfaktoren. Der Branchenverband VDA erklärte, sechs von zehn Zulieferern erwögen eine verstärkten Personalabbau. (abr mit dpa)