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VW: Bittere Nachricht für Werk in Wolfsburg – Osterloh mahnt: „Wir brauchen...“

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh äußert sich besorgt. (Symbolbild)
VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh äußert sich besorgt. (Symbolbild)
Foto: imago images

Wolfsburg. Vor zwei Jahren hat VW ziemlich ehrgeizige Ziele angekündigt: Eine Million Autos sollen jedes Jahr das Stammwerk in Wolfsburg verlassen.

Realisieren konnte der Konzern den ambitionierten Plan jedoch nicht: Im letzten Jahr verließen laut „Business Insider“ weniger als 700.000 Fahrzeuge das VW-Werk, in diesem Jahr könnte die Zahl noch geringer ausfallen. Grund dafür ist die Corona-Pandemie.

VW produziert deutlich weniger als geplant im Stammwerk Wolfsburg – das steckt dahinter

Der Grund dafür liegt in der Corona-Pandemie. Weil die Nachfrage nach Neuwagen während der Krise gesunken ist, könnte die Anzahl der Fahrzeuge aus dem Stammwerk auf 500.000 fallen.

Das bedeutet nicht nur Umsatzeinbußen für VW, sondern könnte auch zum Beschäftigungsabbau in Wolfsburg führen. Derzeit arbeiten dort rund 20.000 Menschen in der Produktion.

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Das fordert Betriebsratschef Bernd Osterloh

Um dieses Szenario zu verhindern, sieht Betriebsratschef Bernd Osterloh derzeit nur einen Ansatz. „Wir brauchen ein zusätzliches Modell in Wolfsburg“, so Osterloh laut „Handelsblatt“.

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Das ist Bernd Osterloh:

  • Der Braunschweiger ist Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats sowie Mitglied des Aufsichtsrats von VW
  • Er arbeitete zunächst als Industriekaufmann und wechselte 1977 nach Wolfsburg zu Volkswagen
  • Vom Vetrauensmann der IG Metall ließ er sich in den Betriebsrat wählen und wurde 2004 zum stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden
  • 2017 kam der Verdacht auf Steuerhinterziehung durch überhöhte Gehaltszahlungen auf

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„Aber es muss sich rechnen und nicht zu viel Investitionen verschlingen. Denkbar wäre ein weiteres SUV-Modell“. Dabei muss es sich laut des Berichts allerdings nicht um ein brandneues VW-Modell handeln. Vorstellbar sei, dass die VW-Tochter Skoda die Fertigung ihres SUV „Kodiaq“ demnächst von Tschechien nach Wolfsburg verlege.

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Die Voraussetzungen dafür wären bereits weitestgehend vorhanden: VW nutzt für dessen Produktion die gleiche Plattform wie auch für die VW-SUVs.

Entscheidung könnte noch in diesem Jahr getroffen werden

Für das Wolfsburger Werk könnte sich die Umstellung lohnen: Laut „Handelsblatt“ hat Skoda im vergangenen Jahr rund 180.000 Exemplare des „Kodiaq“ produziert.

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Eine Entscheidung, wie es mit dem Wolfsburger Werk weitergehen soll, dürfte schon bald fallen. Spätestens in der November-Sitzung des Aufsichtsrats wird über anstehende Investitionen – und damit auch die Werkbelegung – entschieden.

Währenddessen schlägt auch Aufsichtsrats-Chef Hans Dieter Pötsch Alarm. Warum, liest du hier >>>>>. (vh)