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VW: Aufsichtsratschef Pötsch schlägt Alarm: „Mehr als besorgniserregend“

VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch richtet einen dringenden Appell an Politik und Wirtschaft wegen der Auswirkungen der Corona-Krise.
VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch richtet einen dringenden Appell an Politik und Wirtschaft wegen der Auswirkungen der Corona-Krise.
Foto: imago images

Der Lockdown während der Corona-Krise hat bei vielen Unternehmen bekanntlich für finanzielle Schwierigkeiten gesorgt.

Nicht nur kleine Einzelhändler, sondern auch Großkonzerne wie VW müssen nun durch die wirtschaftlich schwierigen Zeiten navigieren. VW-Aufsichtsrat Hans Dieter Pötsch schlägt deswegen nun Alarm und spricht einen wichtige Appell aus.

VW: Wegen diesem Szenario schlägt Hans Dieter Pötsch Alarm

Sollte es zu einem zweiten Lockdown kommen, sieht der VW-Aufsichtsratschef schwarz. Deswegen wendet er sich an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft: Sie müssen einen zweiten Corona-Lockdown unbedingt zu verhindern.

Darauf müssten angesichts bereits erheblicher Schäden aus der ersten Pandemie-Welle und wieder steigender Infektionszahlen nun „alle Anstrengungen ausgerichtet“ sein, sagte er am Dienstag bei einer Veranstaltung der Deutschen Handelskammer in Österreich. Pötsch ist Präsident der Kammer.

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Das ist VW:

  • Die Volkswagen AG wurde 1937 gegründet
  • Zum Konzern gehören auch die Marken Audi, Seat, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini und Porsche
  • 2018 fertigten die Wolfsburger rund 40 Modelle unter dem Namen Volkswagen
  • Im Jahr 2019 waren rund 22 Prozent aller Neuzulassungen Autos von VW

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Aufsichtsratschef schätzt die Lage als „besorgniserregend“ ein

Es stelle sich „die Frage, ob die bisher beschlossenen Hilfsprogramme ausreichend sind, um wirtschaftlich gut über die nächsten Monate zu kommen.“.

Aktuell bleibe die Gesamtlage „mehr als besorgniserregend“. Die Gründe dafür: die „bis schwache“ Nachfrage, die Unterauslastung der Industrieproduktion und eine mögliche Verschärfung des Infektionsgeschehens im Herbst und Winter als zentrale Punkte.

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Pötsch: „Meine Erwartung an die Politik ist in dieser Situation, sich auf eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einzustellen.“

Autogipfel soll Klarheit bringen

Auch die laufenden Konjunkturmaßnahmen müssten auf ihre Wirksamkeit geprüft und gegebenenfalls nachjustiert werden: „Es muss alles getan werden, um die Wirtschaft insgesamt und die Autoindustrie im Besonderen robust aufzustellen.“

In der kommenden Woche ist ein weiterer „Autogipfel“ mit Vertretern aus Politik und Branche geplant. (vh/mit dpa)