VW 

VW: Skandal um Nazi-Bilder bei Händler in Mexiko – „Inakzeptabel“

VW: Nazi-Bilder aus Mexiko lösten einen großen Skandal bei dem Autobauer aus. (Symbolbild)
VW: Nazi-Bilder aus Mexiko lösten einen großen Skandal bei dem Autobauer aus. (Symbolbild)
Foto: imago images / ZUMA Press

Wie passen Nazi-Bilder und VW zusammen?

Gerade als deutsches Unternehmen sollte VW die NS-Zeit verabscheuen und die Gräueltaten der Vergangenheit angehören lassen. Und dennoch hatte ein VW-Händler in Mexiko tatsächlich Nazi-Bilder in seinen Geschäftsräumen aufgehangen, wie ein Foto zeigt. Es kam zu einem Skandal, das jüdische Simon-Wiesenthal-Zentrum übte scharfe Kritik. Dort ist die Rede von: „Inakzeptabel“.

VW: Skandal um Nazi-Bilder in Mexiko

Während man bei VW keineswegs stolz auf die deutsche Geschichte um die NS-Zeit ist, sieht das bei einem Autohändler in Mexiko offenbar anders aus. Der Autohändler aus Mexiko-Stadt, der die VW-Fahrzeuge verkaufte, hatte in seinen Geschäftsräumen nämlich Nazi-Bilder an der Wand hängen. Auf diesen war die Grundsteinlegung des VW-Werks im heutigen Wolfsburg im Jahr 1938 mit Adolf Hitler und mehreren Hakenkreuzen zu sehen.

+++ VW-Boss Herbert Diess: Video von Treffen mit Elon Musk veröffentlicht –„Nur um klar zu stellen...“ +++

Das jüdische Simon-Wiesenthal-Zentrum forderte daraufhin sofortige Konsequenzen von VW. „Am passendsten wäre es, die Konzession vollständig zu beenden, um seinen Kunden eine klare Botschaft zu übermitteln, dass er aus seiner Geschichte gelernt hat“, hieß es vom Simon-Wiesenthal-Zentrum. Deutsche Autos in Mexiko seien inakzeptabel, wenn sie mit Hakenkreuz kommen, so die Kritik weiter.

Nach der heftigen Kritik reagierte VW und gab bekannt, sich von dem mexikanischen Autohaus getrennt zu haben. Das Unternehmen erklärte am Dienstag: „Das Unternehmen hat beschlossen, sämtliche Geschäftsbeziehungen zu beenden.“

------------------------

Mehr News zu VW:

------------------------

Weiter hieß es: „Wir verurteilen den Gebrauch der Bilder, die in der Einrichtung zu sehen waren. Sie zeigen ein Regime, das auf Hass und Diskriminierung setzte in einer geschichtlichen Epoche, die glücklicherweise hinter uns liegt.“

Frau veröffentlicht Foto auf Twitter

Am vergangenen Wochenende hatte eine Frau auf Twitter ein Foto aus den Geschäftsräumen des VW-Autohauses in Mexiko veröffentlicht. Dazu schrieb sie: „Es ist eine Schande für die Agentur. Bei Volkswagen in Coyoacán sind diese Fotos aufgehängt.“

------------------------

Das ist VW:

  • Automobilkonzern mit Sitz in Wolfsburg
  • Gründung im Jahr 1937 in Berlin
  • Zwölf Marken gehören zum Konzern: Volkswagen Pkw, Audi, Seat, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN
  • Gemessen am Fahrzeugabsatz der größte Automobilhersteller der Welt: Im Jahr 2019 mehr als 10,8 Millionen hergestellte Fahrzeuge

------------------------

VW Mexiko erklärte daraufhin: „Wir sprechen uns gegen jede Form von Hass und Diskriminierung aus.“ Zunächst hatte das Unternehmen den Händler aufgerufen, ab sofort auf solche Bilder zu verzichten. Es waren aber auch weitere Maßnahmen angekündigt worden. Die Aufnahmen in dem Autohaus im Hauptstadt-Bezirk Coyoacán hätten „viele Reaktionen aus der Social-Media-Gemeinde ausgelöst“, hieß es. Der Konzern distanzierte sich davon – sie passten überhaupt nicht zum Unternehmensbild von Volkswagen. (dpa/nk)