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VW: Osterloh verwundert – diese Pläne für das Werk in Wolfsburg findet er schlichtweg paradox

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh. (Archivbild)
VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh. (Archivbild)
Foto: imago images / Susanne Hübner

Wolfsburg. Paradox – das ist es, was VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh als erstes in den Kopf kommt, wenn er an die aktuellen Pläne für das Werk in Wolfsburg denkt.

Dort läuft die Golf-Produktion auf Hochtouren. Aber statt neuem Personal setzt VW erneut auf Sonderschichten. Mindestens 16 sind im kommenden Quartal geplant. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh spricht gegenüber den „Wolfsburger Nachrichten“ von einer paradoxen Situation.

VW plant Sonderschichten im Werk Wolfsburg

Die Sonderschichten in Wolfsburg müssten gefahren werden, „weil uns dort Personal fehlt, wir unterbesetzt sind“, sagte Osterloh den „Wolfsburger Nachrichten“. Den Personalabbau über Altersteilzeit habe man in der Corona-Hochphase nicht gespürt – das habe sich jetzt geändert.

VW-Werk Wolfsburg: Auslastung so schlecht wie lange nicht mehr

Noch paradoxer klingen die Sonderschichten, wenn man sich die Zahlen ansieht: Denn in diesem Jahr ist die Auslastung des Wolfsburger VW-Werks extrem niedrig – rund 500.000 Fahrzeuge könnten hier vom Band rollen. So wenige waren es zuletzt vor rund 20 Jahren.

Immerhin: Im VW-Stammwerk Wolfsburg wird seit Montag auch der Golf Variant gebaut – zuvor war das Werk Zwickau dessen Schmiede.

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Jetzt ist die Golf-Familie komplett in Wolfsburg angesiedelt. Alle neun Derivate des neuen VW Golf 8 laufen hier vom Band. (red)