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VW: Dieselskandal weitet sich aus – jetzt gehen die Ermittler diesen Schritt!

Unkle Wolken über dem VW-Stammsitz in Wolfsburg – die Staatsanwaltschaft hat acht weitere Anklagen im Dieselskandal erhoben.
Unkle Wolken über dem VW-Stammsitz in Wolfsburg – die Staatsanwaltschaft hat acht weitere Anklagen im Dieselskandal erhoben.
Foto: imago images / Jan Hübner

Wolfsburg/Braunschweig. Der Dieselskandal bei VW weitet sich aus – und ist für den Volkswagen Konzern noch längst nicht ausgestanden!

Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig weitere VW-Mitarbeiter angeklagt.

VW-Dieselskandal: Acht weitere Beschäftigte angeklagt!

Es geht dabei um acht Beschäftigte, unter ihnen auch Führungskräfte, wie die Ermittler aus Braunschweig am Mittwoch mitteilten. Namen nannten die Strafverfolger dabei nicht. Jetzt gibt es 19 Angeklagte in dem Fall.

Den jetzt Angeschuldigten im Alter von 50 bis 72 Jahren wird vorgeworfen, „in ihrer jeweiligen verantwortlichen Position“ zwischen November 2006 und September 2015 den Einbau der Manipulations-Software bei der Abgasreinigung von VW-Dieselfahrzeugen „gefördert, unterstützt oder zumindest trotz Kenntnis der Illegalität nicht unterbunden“ zu haben.

Das wird den Angeklagten teilweise vorgeworfen:

  • Betrug
  • Falschbeurkundung
  • Wettbewerbsverstöße
  • Untreue
  • Steuerhinterziehung

Die Staatsanwälte hatten bereits zum Jahresbeginn weitere Beschäftigte von Volkswagen im Zusammenhang mit der Dieselaffäre angeklagt. Die gesamten Ermittlungen beziehen sich inzwischen auf mehrere Dutzend Personen.

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VW: Ex-Chef Winterkorn muss vor Gericht

Auch der frühere VW-Konzernchef Martin Winterkorn ist darunter. In seinem Fall ließ das Landgericht Braunschweig die Anklage inzwischen zu - der Ex-Manager muss sich damit einem öffentlichen Strafprozess stellen.

Bei Winterkorn sieht das Landgericht Braunschweig eine hinreichende Wahrscheinlichkeit, dass er wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs verurteilt werden könnte.

Zunächst waren die Strafverfolger bei ihm „nur“ auf schweren Betrug aus gewesen. Sie sind nun jedoch der Auffassung, dass „Käufer bestimmter Fahrzeuge aus dem Volkswagen-Konzern über deren Beschaffenheit, insbesondere die Verwendung einer sogenannten Abschalteinrichtung in der Motorsteuerungssoftware getäuscht“ wurden. (dpa/ck)