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VW-Hammer: Noch ein Prozess gegen Ex-Boss Winterkorn – das werfen die Ermittler ihm vor!

Ex-VW-Chef Martin Winterkorn muss sich in einem weiteren Verfahren vor Gericht verantworten.
Ex-VW-Chef Martin Winterkorn muss sich in einem weiteren Verfahren vor Gericht verantworten.
Foto: dpa

Wolfsburg/Braunschweig. Nach dem VW-Dieselskandal muss sich der ehemalige Konzernboss Martin Winterkorn nicht nur wegen Betrugs, sondern auch wegen eines weiteren Vorwurfs vor Gericht verantworten.

VW: Weiterer Prozess für Martin Winterkorn

Es kommt knüppeldick für den Ex-VW-Chef Martin Winterkorn!

Im Zuge des Dieselskandals muss der 73-Jährige auch wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation vor Gericht. Das teilte die zuständige Kammer des Landgerichts Braunschweig am Donnerstag mit.

+++ Ex-VW-Chef Winterkorn muss vor Gericht – Anklage zugelassen! +++

Demnach wird es nicht nur in einem parallelen Betrugsverfahren, sondern auch aufgrund von mutmaßlich zu später Information von Anlegern im Dieselskandal einen Strafprozess gegen den Ex-Manager geben.

VW: Winterkorns Anwalt weist Vorwürfe zurück

Das Landgericht Braunschweig erklärte, Winterkorn solle „trotz Kenntnis von dem Einbau einer unzulässigen Abschalteinrichtung (...) und des sich seit Frühjahr 2015 abzeichnenden finanziellen Risikos (...) den Kapitalmarkt vorsätzlich nicht rechtzeitig informiert haben.“

Deshalb sei die Anklage wegen Marktmanipulation der Braunschweiger Staatsanwaltschaft unverändert zur Hauptverhandlung zugelassen wurden.

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Winterkorns Anwalt Felix Dörr hatte die Anschuldigung zunächst zurück gewiesen: „Herr Prof. Dr. Winterkorn hatte keine frühzeitige Kenntnis von dem gezielten Einsatz einer verbotenen Motorsteuerungssoftware in US-Diesel-Pkw“, gab er zu Protokoll.

Und: „Wesentliche Informationen, die ihn in die Lage versetzt hätten, bereits bekannte Probleme mit den US-Dieselmotoren zutreffend einzuordnen, erreichten ihn damals nicht“ – das sehen Staatsanwaltschaft und Landgericht anders. (dpa)