VW 

VW erwägt Änderung beim Gehalt – es könnte alle Mitarbeiter betreffen

VW: Die Erfolgsgeschichte des Autobauers
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Wolfsburg. Normalerweise bekommen VW-Mitarbeiter Leistungsorientierte Vergütung (LOV). Diese Regelung gilt seit neun Jahren. Doch so langsam scheint sich das Modell auszulaufen.

Bereits Anfang April dieses Jahres hatte der Autobauer VW Gespräche mit IG Metal geführt. Die einhellige Meinung: Das Modell soll geändert und durch ein neues ersetzt werden. Bis Ende September sollten die Gespräche dazu abgeschlossen sein.

Doch eine Neufassung, die ab 2021 greift, wird wohl erst Ende Oktober fertiggestellt sein.

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Das ist VW:

  • Die Volkswagen AG wurde 1937 gegründet
  • Zum Konzern gehören auch die Marken Audi, Seat, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini und Porsche
  • 2018 fertigten die Wolfsburger rund 40 Modelle unter dem Namen Volkswagen
  • Im Jahr 2019 waren rund 22 Prozent aller Neuzulassungen Autos von VW

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+++VW: Extraschichten im Werk in Wolfsburg – jetzt ergreift der Konzern auch noch DIESE Maßnahme+++

VW will Leistungsorientierte Vergütung neugestalten

Die bisherige Leistungsorientierte Vergütung sah vor, dass jeder VW-Mitarbeiter zwischen 80 und 120 Euro monatlich bekommt. Die Summe war abhängig von der Beurteilung des betrieblich Vorgesetzten. Summiert konnte sich ein Beschäftigter somit 960 bis 1440 Euro im Jahr dazuverdienen.

„Das Mitarbeitergespräch im Tarif wird in 2011 erstmals für alle Beschäftigten der Volkswagen AG durchgeführt. Eingebettet in dieses Gespräch ist ein Beurteilungsgespräch, mit dem das Leistungsverhalten der Kolleginnen und Kollegen bewertet wird. Aus dieser Bewertung ergibt sich die 'leistungsorientierte Vergütung' (LOV)“, hieß es im Februar 2011 in einer IG Metall-Mitteilung.

Unter dem Punkt „Umstellung der Leistungsorientierten Vergütung (LOV)“ verfasste die Gewerkschaft im Frühjahr das Ziel: „Entkopplung der Zahlung von der individuellen Leistungsbewertung. Die Mitarbeitergespräche sollen aber nicht entfallen.“ Gerichtet war das Flugblatt an die Beschäftigten der Volkswagen AG, der Financial Services AG und der Volkswagen Immobilien GmbH.

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Neue Pauschale soll her

Die Neugestaltung der LOV könnte eine Pauschale vorsehen, die für alle Mitarbeiter gleich hoch sein wird und sich am Durchschnitt der real gezahlten Prämien orientiert ist. Nach Informationen der Wolfsburger-Nachrichten könnte möglicherweise ein gewisser Anteil des Zahlungen umgewandelt werden. Zum Beispiel als Beitrag zur Anschaffung eines „Job-Bikes“.

Laut Wolfsburger-Nachrichten ist die Anpassung der LOV auch deswegen notwendig, weil Volkswagen die persönlichen Leistungsprämien im Managementbereich abgeschafft hat. (mb)