VW 

VW: Ziemlich gruselig! Externes Unternehmen überwacht aus dem All VW-Parkplätze

VW: Die Erfolgsgeschichte des Autobauers
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Wolfsburg. Die Vorstellung ist ziemlich gruselig. Satelliten im All können mittlerweile live verfolgen, was wir Menschen auf der Erde machen. Es fällt leicht, diese technischen Möglichkeiten auszublenden.

Doch VW ist mit dieser Methode nun unmittelbar konfrontiert. Dass Frankfurter Brokerhauses Mainfirst analysiert auf diese Weise, wie viele Wagen der Autobauer ausliefert.

VW wird aus dem All beobachtet

Und so funktioniert die Methode: Die Börsenspezialisten behalten Parkplätze im Blick, an denen VW-Autos zwischenlagert werden. Pkw und Lastwagen seien groß genug, um sie zweifelsfrei zu identifizieren,so Daniel Schwarz, Automobilanalyst bei Mainfirst. Dem Handelsblatt verrät er: „Satellitenaufnahmen sind für uns ein ideales Werkzeug.“

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Mainfirst zählt ID.3-Produktion mit

Beispiel ID.3: Die Daten über die Auslieferung liefert der Autohersteller zumeist selbst. Mainfirst macht sich von den Zahlen unabhängig. Die Satellitenkameras beobachten das Zwickauer-Werk, an dem das Elekto-Modell produziert wird.

Im März zählte das Unternehmen 1500 halbfertige ID.3 auf den Stellplätzen. Am nahgelegenen thüringischen Flughafen Altenburg befanden sich im August weitere 900 Exemplare. Volkswagen hatte zwischenzeitig Probleme mit der Software, sodass zahlreiche Autos erst hergestellt und später erst mit der Software ausgestattet wurden.

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Daten können unabhängig von VW-Angaben erhoben werden

„Unsere Daten zeigen, dass die Auslieferungen an die Kunden deutlich zulegen“, erklärt Mainfirst-Analyst dem Handelsblatt. Andere Umschlagsplätze wie etwas Häfen oder Rangierbahnhöfe sollen zukünftig ebenfalls beobachtet werden.

Volkswagen kann sich gegen die Beobachtung übrigens nicht wehren. Laut dem Handelsblatt-Bericht befindet sich die Satelliten fernab deutscher Gerichtsbarkeit. Man glaube sowieso nicht, dass die Analysen viele vertrauliche Informationen einsammeln werden.

Mainfirst setzt hingegen auf die neue Technologie und hofft zukünftig, nicht auf VW-Daten angewiesen zu sein. (mb)