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VW Nutzfahrzeuge stellt kräftig ein – eine Sache irritiert dabei mächtig

VW Nutzfahrzeuge reagiert mit Leiharbeitern auf die plötzliche Personalnot. Ein Detail irritiert dabei. (Symbolbild)
VW Nutzfahrzeuge reagiert mit Leiharbeitern auf die plötzliche Personalnot. Ein Detail irritiert dabei. (Symbolbild)
Foto: imago images / Tobias Wölki

Wolfsburg/Hannover. Eigentlich könnte sich die Volkswagen-Tochter „VW Nutzfahrzeuge“ (VWN) über die aktuell vollen Auftragsbücher freuen.

Doch es gibt ein großes Problem: Das Personal fehlt! Erkältungen, Grippe und Corona-Fälle – oder die Angst vor einer Covid-Infektion – sorgen für leere Arbeitsplätze im VWN-Werk in Hannover und im Wolfsburger Stammwerk. Deswegen rüstet VW Nutzfahrzeuge jetzt nach. Ein Detail wirft dabei aber Fragen auf.

VW Nutzfahrzeuge stellt bis zu 300 Leiharbeiter ein

Der Personaleinsatz sei in der aktuellen Situation unsicher und schwer planbar, heißt es von VW. Deshalb sollen jetzt neue Zeitarbeiter personelle Lücken ausfüllen. Sowohl bei der VWN in Hannover als auch in Wolfsburg seien nun jeweils bis zu 300 „temporäre Arbeitskräfte“ im Einsatz, hieß es am Dienstag. Ihre Verträge sind in der Regel bis September 2021 beziehungsweise März 2021 befristet.

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Bei den leichten Nutzfahrzeugen dürften zusätzlich etwa 50 Beschäftigte einen unbefristeten Vertrag erhalten, bis April 2021 sollen sie im Unternehmen sein. VWN-Betriebsratschefin Bertina Murkovic sprach in einer internen Mitteilung an die Belegschaft von einer „sehr angespannten“ Situation – sie sei froh, bald neue Mitarbeiter vorübergehend aufnehmen zu können. Darüber hinaus begrüße sie die unbefristete Perspektive für einen Teil der Kolleginnen und Kollegen.

Erst im Mai rund 200 Leihverträge gekündigt

Doch was nach einer erfreulichen Lösung klingt, hat einen pikanten Beigeschmack. Denn erst im Mai waren die Leihverträge von rund 200 Mitarbeitern in Hannover-Stöcken ausgelaufen und nicht verlängert worden. Rund die Hälfte der Betroffenen nahm eine Ersatzanstellung im VW-Werk in Zwickau (Sachsen) an.

+++ VW hinkt hinterher – und muss satte Strafe fürchten +++

Mehr als 100 der Ex-Leiharbeiter dagegen klagt nun gegen VW. Auf sie will die Marke jetzt zugehen. Die Konzernzentrale erklärte: „Wir wollen die positive Kundennachfrage zeitnah bedienen.“ (at, mit dpa)