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VW: Klatsche für den Autobauer – in diesem Ranking schneidet Volkswagen ganz schlecht ab

Ganz bitter für VW: In Sachen langlebiger Batterien in E-Autos hängen die Autobauer der Konkurrenz hinterher. (Symbolbild)
Ganz bitter für VW: In Sachen langlebiger Batterien in E-Autos hängen die Autobauer der Konkurrenz hinterher. (Symbolbild)
Foto: imago images / photo2000

Das dürfte der VW-Konzernführung aber so gar nicht schmecken. In einem Ranking zu E-Auto-Batterien sahen die Wolfsburger nicht gut aus. Dass man hinter Branchen-Primus Tesla zurückbleibt, ist dabei zum aktuellen Zeitpunkt sicher noch zu verschmerzen.

Doch dass es im Test von 64 Autos am Ende sogar ans Ende der Tabelle für die beiden getesteten VW-Modelle ging, dürfte in Wolfsburg wohl für Zähneknirschen sorgen.

VW-Batterien schneiden schlecht ab

Das Portal „Select Car Leasing“ hat die Batterien von 64 E-Autos und Hybriden analysiert, die zwischen 2012 und 2019 auf den Markt gekommen sind. Das Ranking ordnet die Modelle dabei nach dem Verlust von Kapazität der Auto-Akkus nach einem Jahr. Durch regelmäßiges Aufladen nimmt die Kapazität von Akkus schließlich ab, ein Phänomen, das man nur zu gut vom Handy kennt.

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Das ist VW:

  • Die Volkswagen AG wurde 1937 gegründet
  • Zum Konzern gehören auch die Marken Audi, Seat, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini und Porsche
  • 2018 fertigten die Wolfsburger rund 40 Modelle unter dem Namen Volkswagen
  • Im Jahr 2019 waren rund 22 Prozent aller Neuzulassungen Autos von VW

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Doch auch E-Autos sind davon betroffen. Die Untersuchung zeigt: Vor allem Modelle aus den ersten Jahren zeigten massive Kapazitätsverluste innerhalb eines Jahres. In den Top-10 findet sich folglich kein Auto wieder, welches vor 2017 gebaut wurde – und auch kein VW.

Tesla ist gleich mit drei Modellen vertreten, kann sich aber nicht den Spitzenplatz sichern. Der geht an den Chevrolet Bolt EV 2019. Auch Platz zwei geht an einen anderen Autobauer – sogar aus dem VW-Mutterkonzern. Der Audi A3 Sportback e-Tron 2017 hat einen Kapazitätsverlust von gerade einmal 0,3 Prozent und damit nur halb so viel, wie das beste Tesla-Modell auf Rang drei. Und VW?

Nicht nur, dass es kein einziges Modell der Wolfsburger in den Top-10 landet – die Tabelle stellt zwei VW-Modellen ein wirklich schlechtes Zeugnis aus. Sie landen unter den zehn Fahrzeugen mit dem meisten Energieverlust. Der Volkswagen e-Golf 2019 (1,7 Prozent Verlust) und der Golf GTE 2017 (1,4 Prozent) landen auf den Plätzen 59 und 56. Sicher kein zufriedenstellendes Ergebnis für VW. Doch eine Sache macht dem Konzern vielleicht dennoch Mut.

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Darum darf VW auf nächstes Jahr hoffen

Denn in das Ranking von „Select Car Leasing“ gingen lediglich die Modelle ein, die zwischen 2012 und 2019 auf den Markt kamen. Schließlich kann man den Batterieverlust nach einem Jahr frühestens bei den Modellen aus dem Vorjahr erfassen. Für das nächste Jahr dürften die Blicke auf das Ranking also hoffnungsvoller sein.

Schließlich ist in diesem Jahr mit dem ID.3 das erste „echte“ E-Auto, wie VW es nennt, auf den Markt gekommen. Mit dem ID.3 will VW die Elektro-Wende im Konzern einleiten, sieht das Auto sogar als Angriff auf Tesla. Der ID.3 wäre folglich ein Jahr nach seinem Start ebenfalls Teil des Rankings. Vielleicht schafft er es ja, für VW in Sachen Batterie-Lebensdauer einen Spitzenplatz zu holen. (dv)