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VW-Chef Herbert Diess ist sich sicher – DARAN muss Tesla noch „sehr stark“ arbeiten

VW: Die Erfolgsgeschichte des Autobauers
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VW und Tesla – diese beiden Unternehmen messen sich in Sachen Elektromobilität. Doch es herrscht nicht nur Konkurrenzdenken, sondern auch gegenseitiger Respekt. VW-Chef Herbert Diess zeigt sich immer wieder angetan von Teslas Innovationsfähigkeit. Und auch Tesla-Boss Elon Musk fand Gefallen an den Elektromodellen von Volkswagen, als er sie kürzlich in Braunschweig testete.

VW-Chef Herbert Diess sieht bei Tesla in puncto Elektromobilität sogar eine leichte Vorreiterrolle. Aber ganz in den Schatten von Tesla stellen möchte er sein Unternehmen nicht: „Wir können Funktionen darstellen, an denen Tesla noch sehr stark arbeiten muss“, erklärt Diess im Gespräch mit dem „Handelsblatt“.

VW und Tesla: Wer hat das bessere Elektroauto?

Tesla kommt mit einer neuen Fabrik nach Deutschland. Das Unternehmen ist schon länger in der Sparte Elektromobilität unterwegs. Für VW ist Tesla in puncto E-Mobilität eine „wichtige Benchmark“, macht Diess deutlich.

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VW-Werke in Deutschland:

  • Wolfsburg
  • Chemnitz
  • Dresden
  • Emden
  • Hannover
  • Kassel
  • Osnabrück
  • Salzgitter
  • Braunschweig
  • Zwickau

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Der VW-Chef sei sich bewusst, dass Tesla sehr stark in Sachen Software unterwegs sei. Gegenüber dem „Handelsblatt“ erklärte er: „Tesla ist für uns ein Wettbewerber, der vieles anders macht und damit zu anderen Lösungen kommt, die mitunter recht innovativ sind“.

Dabei spricht er vor allem von Teslas Umgang mit der Software. Bei Tesla würden die Autos jeden Tag dazulernen, das Auto sammele quasi permanent Daten, um die Fahrfunktionen zu verändern und anzupassen. VW gehe in dieser Hinsicht gerade die ersten Schritte mit den ID-Modellen. 2023 und 2024 wolle der Konzern dann auf dem Stand von Tesla sein, was die Software betrifft.

VW ist sich sicher: „Wir können Autos bauen“

Ein zeitlicher, kleiner Rückstand also. Für Volkswagen allerdings kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Vielmehr möchte sich VW laut Diess dem unmittelbaren Wettbewerb stellen. Er sei sich bewusst, dass Tesla in mancherlei Hinsicht noch einen technischen Vorsprung habe, doch wisse er auch um die Fähigkeiten seines eigenen Unternehmens.

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„Wir bei Volkswagen können schon etwas, wir können Autos bauen. Wir können Funktionen darstellen, an denen Tesla noch sehr stark arbeiten muss“, betont Diess. Außerdem habe VW in den vergangenen Monaten richtig aufgerüstet, was die Software-Ressourcen betreffen. Demnach habe der Konzern „400 Topleute“ eingestellt. Einige würden auch von der US-Westküste kommen.

Diess mutmaßt, dass Tesla auch deshalb nach Deutschland komme, um vom Talentpool zu schöpfen. VW-Marketingchef Jochen Sengpiehl sieht übrigens noch einen ganz anderen Vorteil von VW im Vergleich zu Tesla. Welcher das ist, liest du hier >>>. (abr)