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VW-Tochter streicht Stellen in Salzgitter – das sagt OB Klingebiel dazu

VW hat insgesamt zwölf Marken. Bei MAN werden nun Jobs gestrichen – allerdings weniger als befürchtet... (Archivbild)
VW hat insgesamt zwölf Marken. Bei MAN werden nun Jobs gestrichen – allerdings weniger als befürchtet... (Archivbild)
Foto: imago images / wolterfoto
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Wolfsburg/München. Eine VW-Tochter baut Tausende Stellen ab.

Lastwagenbauer MAN streicht in Deutschland bis Ende kommenden Jahres rund 3.500 Jobs, so die VW-Tochter.

VW-Tochter MAN baut in Deutschland 3.500 Stellen ab

Darauf haben sich Vorstand und Betriebsrat verständigt, hieß es am Dienstag aus München. Die große Frage: Was wird aus dem Komponentenwerk Salzgitter?

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Salzgitter bleibe der Montagestandort für nichtangetriebene Achsen der Traton Group in Europa, teilte der Lastwagenbauer mit. Zudem sei Salzgitter der MAN-Standort für die globalen Logistikaktivitäten.

„Ende 2022 werden 1.900 unbefristete Stammmitarbeiter am Standort beschäftigt sein“, teilte MAN mit. Derzeit sind nach Konzernangaben 2.652 Mitarbeiter in Salzgitter tätig.

OB Klingebiel: „Mir ist ein großer Stein vom Herzen gefallen“

Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel begrüßte den Kompromiss bei MAN, „der für unser Werk in Salzgitter eine Standort- und Beschäftigungsgarantie bedeutet und eine langfristige Perspektive als zentrales Komponentenwerk eröffnet. Er ist erneut hart erkämpft worden.“

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Trotz des geplanten Stellenabbaus bezeichnet auch die IG Metall die Vereinbarungen mit dem Unternehmen als Erfolg. „Es wird Personalreduzierung in einem vertretbaren Umfang geben, aber der Vorteil überwiegt ganz klar“, sagte Brigitte Runge von der IG Metall Salzgitter-Peine am Mittwoch.

Hier werden Stellen gestrichen

Komplett „zur Disposition“ stehen die MAN-Werke im sächsischen Plauen mit rund 150 Beschäftigten sowie das österreichische Werk Steyr mit 2.200 Beschäftigten.

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„Hier prüft der Vorstand alle Optionen, inklusive die eines Verkaufs oder einer Schließung.“ Den Mitarbeitern in Plauen sei ein Angebot zur Weiterbeschäftigung im VW Werk Zwickau unterbreitet worden.

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Ursprünglich hatte MAN sogar geplant, 9.500 der 36.000 Stellen in Deutschland und Österreich zu streichen – davon etwa 5.600 im Lkw-Werk München, im Dieselmotorenwerk Nürnberg und eben auch im Komponentenwerk Salzgitter.

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Das sind die VW-Marken:

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  • Volkswagen
  • Audi
  • Seat
  • Škoda
  • Bentley
  • Bugatti
  • Lamborghini
  • Porsche
  • Ducati
  • Volkswagen Nutzfahrzeuge
  • Scania
  • MAN

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Unter dem Druck der EU-Klimavorgaben soll MAN völlig neu ausgerichtet und zu einem „führenden Nutzfahrzeughersteller im Bereich Elektro- und Wasserstoffantriebe“ umgebaut werden. Das nun vereinbarte Eckpunktepapier sieht „eine Neuaufstellung des Entwicklungs- und Produktionsnetzwerks mit einem starkem Fokus auf Zukunftstechnologien“ vor. Der Standort Wittlich in Rheinland-Pfalz wird verkleinert, bleibt aber erhalten.

VW-Tochter MAN spricht von „notwendiger Restrukturierung“

Der Betriebsrat hatte die ursprünglichen Pläne zum Stellenabbau als „Kahlschlag“ bezeichnet und war vor Gericht gegangen. Der Vorstand hatte sie als notwendige Restrukturierung bezeichnet, um mit dem eingesparten Geld in alternative Antriebe und die Digitalisierung investieren zu können. (dpa/ck)

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