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VW bekommt Rückendeckung! Ausgerechnet SIE setzen sich für Volkswagen ein

VW erhält Rückendeckung im „Dieselgate“-Skandal.
VW erhält Rückendeckung im „Dieselgate“-Skandal.
Foto: IMAGO / localpic

Wolfsburg. Für VW steht im „Dieselgate“-Streit vor dem Obersten Gericht der USA einiges auf dem Spiel. Im schlimmsten Fall drohen erneut Bußgelder in Milliardenhöhe.

Doch jetzt bekommt VW Rückendeckung aus einer Ecke, von der das nicht unbedingt zu erwarten war.

VW: Unterstützung im „Dieselgate“-Skandal gerade von IHNEN

Es handelt sich dabei um ehemalige Vertreter der US-Umweltbehörden. Sie schalteten sich zugunsten des Konzerns ins Verfahren ein, wie am Mittwoch aus Gerichtsunterlagen hervorging.

Die vier ehemaligen Beamten hatten für die US-Umweltämter EPA (Umweltschutzbehörde) und Carb (California Air Resources Board, Kommission zur Luftreinhaltung) gearbeitet.

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Auch SIE wollen VW unterstützen

Weniger überraschend ist hingegen, dass sich die Autowelt hinter die Wolfsburger stellt. Diverser Lobbygruppen, etwa der Weltdachverband der Autohersteller (OICA), die europäischen Branchenvertretungen ACEA und CLEPA sowie große US-Verbände kündigen Unterstützung an.

Die Branche fürchtet die hohen rechtlichen Risiken eines Präzedenzfalls.

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Für VW geht es bei dem Prozess um sehr viel Geld. Schlimmstenfalls könnten erneut milliardenschwere Strafen fällig werden. Die Berufungsrichter hatten sogar erklärt, sie seien sich im Klaren darüber, dass ihre Entscheidung zu „atemberaubenden Belastungen“ führen könne.

Deswegen könnten erneut hohe Strafen auf VW zurollen

Für Volkswagen wurden bereits Kosten in Höhe von 32 Milliarden Euro fällig, der größte Teil entfiel auf Strafen und Entschädigungen in den USA. Das Berufungsgericht hatte dann im Juni 2020 entschieden, dass trotz bereits geschlossener Vergleiche zusätzliche Strafen zweier Bezirke der Bundesstaaten Florida und Utah zulässig seien.

Dieses Urteil macht den Weg für zusätzliche Strafen von weitere regionale Behörden frei. (vh mit dpa)