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VW: Eine Sache bereitet viele Sorgen – „Von Normalität ist das weit entfernt“

Eine Entwicklung bleibt auch im VW Werk in Wolfsburg nicht unentdeckt.
Eine Entwicklung bleibt auch im VW Werk in Wolfsburg nicht unentdeckt.
Foto: IMAGO / MiS

Wolfsburg. Dass die Corona-Krise alle Lebensbereiche durchdringt und jeden Menschen auf unterschiedliche Weise trifft, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Die IG Metall Niedersachsen hat jetzt eine Studie vorgestellt, die zeigen soll, wie hart die Krise vor allem junge Menschen treffen.

Die Gewerkschaft warnt vor der „Generation Corona“. Auch VW ist sich dessen bewusst – und steuert gegen.

IG Metall mit alarmierender Studie – VW hält gegen

Anfang des Jahres hat die iG Metall mehr als 3.170 Fragebögen ausgewertet. Das Ergebnis: Kontaktbeschränkungen und Lockdown seien eine „außerordentliche Belastung“. Sowohl die psychische als auch die physische Gesundheit habe unter den Einschränkungen gelitten.

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Das sind die Befragten:

  • 53 Prozent der Befragten waren Auszubildende
  • 19 Prozent Berufstätige
  • 24 Prozent Studierende.

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+++VW: Aus und vorbei! Für dieses Modell soll schon nächstes Jahr Schluss sein+++

Ein weiteres Problem: 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sich ihre Zukunftspläne aufgrund der Pandemie teilweise oder vollständig geändert haben. „Wir sehen, dass das Coronavirus Lebensläufe wie mit einer Schere durchtrennt. Arbeitgeber und Politik sind gefordert und müssen dafür Sorge tragen, dass sich eine Kultur der „zweiten Chance“ etabliert. Wer unter Corona eine Ausbildung oder ein Studium abgebrochen hat, darf darunter nicht sein restliches berufliches Leben leiden“, mahnt Louisa Mertens, Jugendsekretärin des IG Metall Bezirks Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Görtz: „Von Normalität ist das weit entfernt“

Probleme, die auch nicht unbemerkt an VW vorbeigegangen sind. „Corona ist eine wahnsinnige Herausforderung für jeden im Ausbildungsbetrieb. Von Normalität ist das weit entfernt“, sagt Christoph Görtz gegenüber der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“. Er ist Leiter der Volkswagen Berufsausbildung Wolfsburg.

VW habe viel dafür getan, um die Situation der Auszubildenden trotz Corona erträglich zu machen. So seien alle Azubis schon von vornherein technisch gut ausgestattet gewesen. Außerdem habe es morgens immer digitale Treffen gegeben, um den Tag zu planen und zu besprechen. Auch für digitale persönliche Gespräche sei immer Zeit gewesen.

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VW-Ausbildung: Das will der Konzern nachholen

Görtz erklärt gegenüber der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“, dass VW keine Azubis verloren habe. Auch die Prüfungsergebnisse seien ähnlich gut wie in den Vorjahren. An einem Punkt wolle Volkswagen aber doch nochmal ansetzen: den praktischen Teil der Ausbildung. Der Autobauer arbeite an einer Lösung, verlorene Praxiszeit nachzuholen. (abr)