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VW: Untreue-Prozess gegen Manager! Hat Osterloh zu viel Geld bekommen?

VW mit E-Auto-Offensive - das ist der Plan des Autobauers

VW mit E-Auto-Offensive - das ist der Plan des Autobauers

Der deutsche Automobilriese Volkswagen setzt immer mehr auf E-Mobilität und treibt seine Pläne für Elektroautos weiter voran. Aktuell baut VW zirka 400.000 E-Autos pro Jahr. Der Autobauer will die Anzahl produzierter vollelektrischer Autos bis 2025 auf 2,7 Millionen pro Jahr erhöhen.

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  • Hat VW jahrelang überzogene Vergütungen und Boni an hochrangige Betriebsräte gezahlt?
  • Dieser Frage geht ein Strafprozess am Braunschweiger Landgericht nach
  • Am Montag kommt ein bekannter Zeuge: Ex-VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh.

Braunschweig/Wolfsburg. Jetzt wird es so richtig spannend!

Ex-VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh war mal einer der mächtigsten Arbeitnehmervertreter der Welt. Am Montag aber muss er in Braunschweig in einem Untreue-Prozess aussagen. Pikant dabei: Der Prozess betrifft auch ihn selbst!

Bis zu welcher Höhe sind Gehälter für leitende Betriebsräte zulässig – und wer darf darüber bestimmen? Diese Frage steht im Zentrum eines Strafverfahrens zu Untreue-Vorwürfen an Personalmanager von VW.

VW: Untreue-Prozess gegen Personalmanager

Zunächst geht es am Montag vor dem Landgericht Braunschweig um drei ehemalige und einen aktuellen Personalmanager von Volkswagen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Untreue vor. Sie sollen überhöhte Gehälter und Boni von Betriebsräten genehmigt haben – auch für Ex-Betriebsratschef Osterloh. Dem Unternehmen soll dadurch ein Schaden von mehr als fünf Millionen Euro entstanden sein. Die Angeklagten sollen gegen das Betriebsverfassungsgesetz verstoßen haben.

Gegen Osterloh selbst wird in einem gesonderten Verfahren wegen Beihilfe zur Untreue ermittelt.

„Die Angebote waren klar, ich hätte nur ja sagen müssen, dann wäre das umgesetzt worden“, sagte Osterloh. Seiner Aussage nach wurden ihm vor dem Vorstandsposten mehrmals Stellen als Personalleiter angeboten. Zu möglichen Bezahlungen auf diesen Positionen sagte der 65-Jährige: „Ich war an keiner Entgeltfindung, die meine Person betrifft, beteiligt.“ Zwischenzeitlich verfügte Osterloh auch über zwölf Aufsichtsratsmandate in der VW-Welt. Im Mai wechselte er als Personalvorstand zur VW-Nutzfahrzeug-Holding Traton nach München.

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Gegen den 65-Jährigen läuft ein zusätzliches Ermittlungsverfahren um mögliche Beihilfe zur Untreue, dies ist aber vom Hauptstrang getrennt. Es geht zudem nicht um einen möglichen eigenen Vorteil für den langjährigen Chef der Belegschaftsvertretung. „Nicht alle wissen, wie ein Industrieunternehmen funktioniert“, sagte Osterloh auch in Richtung der Ermittler und berichtete von teils tendenziösen Fragen bei Befragungen. „Ich kann nur sagen, die Angebote waren ernst.“

VW: Ex-Betriebsratschef Osterloh im Fokus

Beim Prozessauftakt Anfang September hatten die früheren VW-Personalvorstände Horst Neumann und Karlheinz Blessing die Gehälter und Boni für leitende Betriebsräte verteidigt. Die fünf betroffenen mächtigen Betriebsräte hätten jeweils „beachtliche Karrieren“ hingelegt und oft auf „auf Augenhöhe“ mit dem Management bei VW verhandelt, hieß es von der Verteidigung.

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Der Strafprozess soll mit weiteren Zeugen fortgesetzt werden. Ein Urteil könnte nach aktueller Planung dann Ende Oktober fallen. Im Fall einer Verurteilung ist Untreue im besonders schweren Fall mit sechs Monaten bis zehn Jahren Freiheitsstrafe bedroht. (mg/dpa)