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Steht der VfL vor personellem Umbruch?

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VfL-Manager Klaus Allofs (rechts) und Trainer Dieter Hecking: Trotz des Siegs über den HSV bleibt die Saison für den letztjährigen Liga-Zweiten enttäuschend - gegen den VfB Stuttgart soll es aber einen versöhnlichen Abschluss geben. Foto: dpa
  • VfL-Spitzen erwarten versöhnlichen Saisonabschluss
  • 94-Millionen-Euro-Kader drohen Einschnitte

Wolfsburg. 

Besonders gesprächig war Klaus Allofs nicht nach dem 1:0 (0:0) beim Hamburger SV. „Man kann viel philosophieren, ob es an der Alpenluft gelegen hat oder an sonst was“, antwortete der Manager des VfL Wolfsburg auf die Frage, ob das Mini-Trainingscamp am Chiemsee den Erfolg zurückgebracht habe. Immerhin hatten die Niedersachsen am 33. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit dem Siegtor von Luiz Gustavo (73.) ihre Negativserie von fünf Pflichtspiel-Pleiten in der Fremde beendet.

Trainer Dieter Hecking hatte die Startelf des Fußball-Bundesligisten ordentlich durcheinander gewirbelt. Sogar Torwart Diego Benaglio musste auf die Bank, für ihn kam Koen Casteels. „Wir haben sehr gute Torhüter. Wenn man Kapitän ist, heißt das noch nicht, dass man spielt“, kommentierte Allofs die Entscheidung seines Trainers. Und der wollte dazu rein gar nichts sagen.

Vom Fast-Meister zur grauen Maus der Liga

Heißt das, keiner darf sich in Wolfsburg nach der verkorksten Saison ohne internationales Geschäft zu sicher fühlen? Sicher ist, dass Allofs und Hecking einige Veränderungen und Einsparungen in dem 94-Millionen-Euro-Kader vornehmen werden. Schließlich ist der Absturz des DFB-Pokalsiegers und Liga-Zweiten aus dem Vorjahr groß. Und auch beim tief in die Krise geratenen Hauptsponsor VW sitzen die Millionen nicht mehr so locker wie vor dem Abgas-Skandal.

Stößt Wolfsburg den VfB in die zweite Liga?

Auf jeden Fall will sich der VfL im letzten Heimspiel am Samstag gegen den VfB Stuttgart anstrengen. Hecking versprach den vom Abstieg bedrohten Clubs in Bremen und Frankfurt, dass sein Team sich keine Blöße gegen den Bundesliga-17. geben werde: „Wir werden Vollgas geben“. So sah es auch Daniel Caligiuri. „Es war wichtig, das Nordderby gewonnen zu haben, jetzt wollen wir auch gegen Stuttgart gewinnen“, betonte der VfL-Profi.

Nach anfänglichen Unsicherheiten war Hecking mit der zweiten Halbzeit im mit 57.000 Besuchern ausverkauften Hamburger Volksparkstadtion sogar einverstanden. Ein Lichtblick war Paul Seguin, der erstmals nach seiner Knöchelverletzung über 90 Minuten durchhielt. „Bei der U23 hat es bei ihm schon gut ausgesehen, da bin ich sehr zufrieden“, meinte Hecking.

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