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Neuer Ärger für VW: Jetzt ermittelt auch Spaniens Justiz

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Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben ihre Sicht der Dinge mit einem Transparent ausgedrückt. Foto: dpa

Madrid/Wolfsburg. 

Kaum ein Tag ohne Hiobsbotschaft für den Volkswagen-Konzern: Wegen des Skandals um manipulierte Emissionswerte bei Dieselwagen hat die spanische Justiz Ermittlungen gegen die Wolfsburger eingeleitet. Dies entschied am Freitag, 8. Juli, Richter Ismael Moreno vom Nationalen Gerichtshof in Madrid. Die Volkswagen AG stehe im Verdacht des Betrugs, des Subventionsbetrugs und des Verstoßes gegen die Umweltgesetze, heißt es in einer Verfügung des Juristen.

VW soll Vertreter benennen

Moreno gab damit einem Antrag der Staatsanwaltschaft statt. Er begründete seine Entscheidung damit, dass die Vertreter von Volkswagen und Audi in Spanien ausgesagt hätten, dass die Motoren mit der manipulierten Software von der Volkswagen AG in Deutschland hergestellt worden seien. Der Richter trug dem Unternehmen auf, einen Rechtsvertreter zu benennen.

Am Donnerstag erst hatte VW zusätzlichen Strafzahlungen von 86 Millionen Dollar (76 Millionen Euro) an den US-Bundesstaat Kalifornien zugestimmt; diese Summe kommt zu den bis zu 14,7 Milliarden Dollar hinzu, auf die sich der Konzern mit Behörden, Autohändlern und zahlreichen Fahrzeugbesitzern in den USA bereits geeinigt hat.