Wolfsburg 

Fall Podehl: Kripo-Chefin seit Wochen weg

Imke Krysta, Leiterin der Wolfsburger Kriminalpolizei.
Imke Krysta, Leiterin der Wolfsburger Kriminalpolizei.
Foto: regios24

Wolfsburg. Die Unruhe innerhalb der Wolfsburger Polizei geht weiter. Die "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" schreibt, nach der Versetzung und dem Ermittlungsverfahren gegen Polizeichef Hans-Ulrich Podehl sei auch Kripo-Chefin Imke Krysta schon seit Wochen nicht mehr in Wolfsburg tätig.

Hat Krysta Vorwürfe erhoben?

Demnach wurde sie im Juni auf eigenen Wunsch übergangsweise in Braunschweig eingesetzt und sei seit Montag, 1. August, vorübergehend zum Innenministerium abgeordnet. Ihren Posten als Wolfsburger Kripo-Chefin behalte Krysta. Wie Ministeriumssprecher Matthias Eichler gegenüber news38.de betonte, sei geplant, dass die Kriminalrätin nach Ende ihres Einsatzes im Ministerium wieder in den Bereich der Polizeidirektion Braunschweig zurückkehre. In Hannover sei sie "verantwortlich für die landesweite Implementierung einer Fachstrategie ,Neue Medien' für die Polizei Niedersachsen", so Eichler. Ermittlungen gegen Krysta gebe es nicht.

Zusammenhang zwischen Podehl und Krysta?

Inwiefern die Fälle Podehl und Krysta zusammenhängen - möglicherweise hat die Kripo-Chefin alles ins Rollen gebracht - ist unklar. Das Innenministerium hüllt sich in Schweigen: "Mit Blick auf die schutzwürdigen Interessen und das laufende Verfahren können wir dazu derzeit nichts sagen", heißt es aus Hannover.

Ermittlungen gegen Podehl & Pientka

Das Ministerium hatte vergangene Woche bestätigt, gegen Polizeichef Podehl seien "schwerwiegende Vorwürfe" erhoben worden, die ein "innerdienstliches verhaltensbezogenes Fehlverhalten" beträfen. Der Polizeidirektor sei in die Zentrale Polizeidirektion in Hannover abgeordnet worden. Auch gegen Braunschweigs Polizeipräsidenten Michael Pientka wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet: Dabei sei zu klären, ob Pientka von den Vorwürfen gegen Podehl gewusst hat und ob der Umgang mit den Informationen "sachgerecht gewesen ist". Wie immer, betonte der Ministeriumssprecher, "gilt in allen Fällen aber die Unschuldvermutung".