Wolfsburg 

Horror-Clown erschreckt Passanten

Symbolbild
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Foto: dpa

Wolfsburg. Ein Horror-Clown hat in Wolfsburg Passanten erschreckt. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass auch bloßes Erschrecken strafbar sein kann.

Die Polizei Wolfsburg ermittelt wegen Körperverletzung und Bedrohung gegen einen noch unbekannten Täter mit einer Horror-Fratze, der am Dienstagabend, 27. Oktober, am Hansaplatz im Stadtteil Tiergartenbreite einen 15-jährigen Jugendlichen erschreckte, so dass dieser von seinem Fahrrad stürzte und sich eine Knieverletzung zuzog.

Den Ermittlungen nach sprang der Maskierte am Hansaplatz zwischen 19 Uhr und 19.15 Uhr hinter einem Stromkasten hervor, als der 15-Jährige mit seinem Fahrrad unterwegs war. Der Clown habe sich dem Opfer in den Weg gestellt und ihn angeschrien, so ein Beamter. Der Jugendliche versuchte noch mit seinem Rad auszuweichen, stürzte daraufhin jedoch. Danach sei der Unbekannte fluchtartig weggelaufen.

Täterbeschreibung: Der verkleidete Clown war zirka 1,80 Meter groß und trug ein weiß-rotes Kostüm. Zeugen des Vorfalls wenden sich bitte an die Polizei Wolfsburg unter der Nummer 05361/46460.

Rap-Promo-Video mit Nachspiel

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass jeder Zwischenfall strafrechtlich verfolgt werde. Mögliche Straftaten sind Vandalismus, Nötigung, Körperverletzung oder auch verkehrsrechtliche Straftaten. Die Täter müssen nicht nur mit empfindlichen Strafen rechnen, sondern auch mit möglichen Schmerzensgeld- und Schadensersatzforderungen der Opfer. "Clown-Sein hat Grenzen: Wer Menschen verfolgt, nötigt oder angreift, macht sich strafbar", so die Polizei.

Auch aufgrund der Veröffentlichung eines Gewaltvideos durch zwei Wolfsburger Musiker (news38.de berichtete) in den sozialen Medien hat die Polizei inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Gewaltverherrlichung eingeleitet.

Was tun im Falle einer Clown-Attacke?

Die Polizei appelliert im Ernstfall daran, bei einer Begegnung mit einem Horror-Clown besonnen zu handeln. Denn in den meisten Fällen handelt es sich schlicht um schlechte Scherze:

  • Versuchen Sie dem Clown aus dem Weg zu gehen. Provozieren Sie den Clown nicht.
  • Wenn Sie verfolgt werden, rufen Sie sofort die Polizei.
  • Wenn Sie bedroht oder körperlich angegangen werden, fordern Sie Umstehende direkt zur Hilfe auf.
  • Erstatten Sie auf jeden Fall Anzeige bei der Polizei.

Für Augenzeugen ist es wichtig, sich Tätermerkmale, die Fluchtrichtung sowie weitere Details einzuprägen und sich später der Polizei als Zeuge zur Verfügung. Generell gelte, nicht Selbstjustiz zu üben oder zu versuchen, den Clown zu stellen. Dies ist Aufgabe der Polizei.