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Nach zwei Jahren Haft: Bewährung für Wolfsburger IS-Rückkehrer?

IS WOlfsburg Rückkehrer
Der ehemalige IS-Kämpfer aus Wolfsburg vor dem Landgericht in Celle. Foto: dpa

Wolfsburg/Celle. 

Ein Wolfsburger, der wegen seiner Mitgliedschaft beim „Islamischen Staat“ zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden ist, kommt vorzeitig auf Bewährung frei. Das habe das Landgericht Celle laut einem Bericht der „Braunschweiger Zeitung“ (bezahlpflichtiger Inhalt) entschieden.

Der 27-Jährige war 2014 nach Syrien ausgereist. Er hatte sich freiwillig für einen Selbstmordanschlag im Irak gemeldet. Vor gericht beteuerte er, er habe das nur getan, um flüchten zu können.

Der Mann war das erste IS-Mitglied aus Deutschland, das öffentlich von der Zeit bei der Terrormiliz berichtete. Im Dezember 2015 wurde er verurteilt. Das letzte Drittel seiner Haftstrafe wurde nun auf Bewährung ausgesetzt. Laut „Braunschweiger Zeitung“ seien nicht alle Beteiligten einverstanden gewesen: So habe sich die Haftanstalt und die Bundesstaatsanwaltschaft gegen eine vorzeitige Entlassung ausgesprochen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Einspruch kann noch eingelegt werden.