Wolfsburg 

1:2 - Der VfL muss in die Relegation

Die VfL-Spieler nach dem Abpfiff in der Fan-Kurve: Dort schwankte die Stimmung zwischen blankem Entsetzen, Wut - und Hoffnung, dass die Wölfe in der Relegation den Klassenerhalt doch noch schaffen werden.
Die VfL-Spieler nach dem Abpfiff in der Fan-Kurve: Dort schwankte die Stimmung zwischen blankem Entsetzen, Wut - und Hoffnung, dass die Wölfe in der Relegation den Klassenerhalt doch noch schaffen werden.
Foto: dpa
  • Schock für die Wölfe: Niederlage im Relegationskrimi.
  • 1:0 durch Robin Knoche war zu wenig.
  • "Verlängerung" am 25. und 29. Mai.

Wolfsburg/Hamburg. Drama in Hamburg: Der VfL Wolfsburg war zwar über weite Strecken das bessere Team - doch am Ende mussten sich die Grün-Weißen im Relegationskrimi mit 1:2 (1:1) beim Hamburger SV geschlagen geben.

Das heißt: Im Kampf um den letzten offenen Bundesliga-Startplatz stehen sich der VfL als Drittletzter der abgelaufenen Erstliga-Saison und Eintracht Braunschweig als voraussichtlicher Drittplatzierter der zweiten Liga gegenüber. Die Eintracht empfängt am morgigen Sonntag zum Saisonfinale Absteiger Karlsruher SC.

Knoche lässt VfL hoffen

Zwar hatten die Wölfe von Anfang an mehr vom Spiel im Volksparkstadion. Und nach einer vergebenen Großchance von Mario Gomez (10.) konnten die Grün-Weißen seit der 23. Minute auch etwas Zählbares vorweisen.

Robin Knoche köpfte nach Vorlage von Sebastian Jung unhaltbar für HSV-Keeper Christian Mathenia. 6.000 VfL-Fans jubelten - fast schien es schon, als könnte das Team von Coach Andries Jonker den letzten sicheren Nichtabstiegsplatz verteidigen.

Doch die vermeintliche Sicherheit währte nur bis zur 32. Minute: Nach einem Abwehrpatzer von Philipp Wollscheid traf Filip Kostic traf zum Ausgleich für die Hanseaten, die daraufhin immer mehr Spielanteile bekamen. Keeper Koen Casteels musste denn auch in der 44. Minute mit einer Glanzparade einen Rückstand der Wölfe verhindern.

Waldschmidt-Schock in der 88. Minute

Der indes fiel doch noch: Als die Wölfe sich schon gerettet fühlten, trafen die Hamburger. Luca Waldschmidt köpfte in der 88. Minute den VfL auf den Relegationsplatz.

Dabei hätte das Grün-Weiß-Team frühzeitig alles klar machen können. Mehrere Chancen konnten die Wolfsburger nicht nutzen - obwohl sie als das bessere Team in die zweite Hälfte gestartet waren.

Nach dem Waldschmidt-Schock wehrten sich die Wölfe In der verbleibenden Zeit - auf die regulären 90 Minuten gab's vier Minuten obendrauf - zwar verzweifelt und ließen sogar Torhüter Casteels stürmen.

Doch vergebens: Die Zeit war zu knapp. Damit müssen die Grün-Weißen am 25. und 29. Mai in die Relegation. Für Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus als Fußballexperte des Fernsehsenders Sky ist hier der voraussichtliche Gegner Eintracht Braunschweig der Favorit: Der psychologische Vorteil liege beim Zweitligisten. Er erwartet ein "Spiel mit Derbycharakter".

VfL: Casteels; Jung (76. Osimhen), Knoche, Wollscheid, Gerhardt; Guilavogui, Gustavo; Blaszczykowski (46. Vierinha); Malli (Arnold); Ntep; Gomez.

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