Wolfsburg 

Eintracht-Kluft tabu? Das sagt der VfL zur Kleiderordnung

Die blau-gelbe Wand. (Archivbild)
Die blau-gelbe Wand. (Archivbild)
Foto: dpa

Wolfsburg/Braunschweig. Aufregung und Verwirrung um die Kleiderordnung für Eintracht-Fans, die am Donnerstag das Relegations-Hinspiel gegen den VfL Wolfsburg in der dortigen Volkswagen-Arena erleben wollen: Nach Auskunft der Eintracht-Pressestelle bekommen all jene der 3.000 Braunschweiger Fans keinen Stadion-Einlass, die im Fan-Outfit erscheinen.

Für Trainer Torsten Lieberknecht eine herbe Enttäuschung - persönlich und auch für seinen Sohn, der in seinem Lieblings-Eintracht-Trikot mit dem Namenszug "Ken Reichel" kommen wollte. "Ich bedaure es sehr, dass man sich nicht zu seinem Verein bekennen darf", sagte Lieberknecht während der Pressekonferenz am Dienstag.

Doch offenbar basiert der Kleiderordnungs-Alarm auf einem Missverständnis. Gegenüber news38.de betonte VfL-Sprecherin Barbara Ertel-Leicht: "Natürlich sind Fan-Utensilien der Eintracht zugelassen." Jedoch bekommen die Braunschweiger nur Zutritt zum Gäste-Block, während der übrige, 27.000 Zuschauer fassende restliche Stadionbereich ausschließlich VfL-Heimzone ist. Nur dort ist Blau-Gelb tabu.

Ohne Ticket nicht nach Wolfsburg

Unterdessen riet Eintracht-Sprecherin Denise Schäfer ausdrücklich davor ab, ohne gültiges Ticket zum Relegationsspiel nach Wolfsburg zu fahren. Damit stellte sie auch klar, dass sich der Verein von dem von Spielern nach dem Abpfiff des KSC-Spiels am Sonntag gehaltenen Banner mit dem Aufruf "Blau-gelbe Invasion - auch ohne Karte nach WOB!" distanziert. Das Spruchband hatten Ultras gemalt.

Auch Teamkapitän Ken Reichel ging auf Distanz. Er und seine Mitspieler seien gewissermaßen überrascht worden. "Direkt nach einem Spiel" habe man die möglichen Konsequenzen nicht bedacht. "Dass es solche Wellen schlägt, war nicht abzusehen", sagte der 30-jährige Verteidiger.