Wolfsburg 

FDP will Experten in VW-Aufsichtsrat schicken 

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Hannover. Die niedersächsische FDP hat sich trotz Skepsis an staatlichen Unternehmensbeteiligungen klar dafür ausgesprochen, die Landesanteile an VW zu halten. Allerdings könne aufgrund der Verquickung von Interessen künftig nicht der Ministerpräsident im Aufsichtsrat sitzen, sagte der Spitzenkandidat der Liberalen für die Landtagswahl, Stefan Birkner, am Dienstag, 10. Oktober, im NDR. "Da dürfen künftig keine Politiker mehr rein." Die strategischen Interessen des Landes müssten allerdings gewahrt bleiben.

Auch die Spitzenkandidatin der Linken, Anja Stoeck, sagte, "dass die VW-Beteiligung des Landes unbedingt aufrecht erhalten werden muss". Allerdings dürfe künftig die Wirtschaft keinen Einfluss auf die Politik haben.

Hintergrund: Niedersachsen hat 20 Prozent der VW-Stimmrechtsaktien und damit faktisch ein Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen. Laut Satzung schickt das Land zwei Vertreter ins VW-Kontrollgremium. Derzeit sind es Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Olaf Lies (beide SPD).