Wolfsburg 

VW-Übernahmeschlacht: Kläger mit Schachzug

Hannover/Stuttgart/Wolfsburg. Im Milliardenstreit mit Aktionären um die Folgen der gescheiterten VW-Übernahme durch Porsche 2008 hat die Klägerseite einen Befangenheitsantrag gegen die Richter gestellt. Es gebe "berechtigte Zweifel an der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit", hieß es am Donnerstag, 12. Oktober, in dem Antrag einiger beigeladener Kläger beim Musterverfahren des Oberlandesgerichts Celle.

Es geht um Hedgefonds

Der Grund: Der Vorsitzende Richter Matthias Wiese habe in seiner vorläufigen Rechtsauffassung erkennen lassen, dass er Hedgefonds nicht für schutzwürdig halte und eine Sittenwidrigkeit ihnen gegenüber ausscheide. Bei den Beigeladenen handele es sich aber um Hedgefonds. Die Musterklägerin ARFB Anlegerschutz UG - vertreten vom Tübinger Anwalt Andreas Tilp - schloss sich dem Antrag an.

Dämpfer für Kläger

Wiese vertagte seine Verhandlungsführung. Der für Freitag vorgesehene Folgetermin werde aber aufgehoben, damit über das Ablehnungsgesuch beraten werden könne. Zuvor hatten die Kläger beim Auftakt direkt einen Dämpfer kassiert.

Die Bilder:

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VW-Übernahmeschlacht: Dämpfer für Aktionäre

Rechtsanwalt Markus Meier als Vertreter der Porsche Automobil Holding SE und weiteren Beklagten steht am 12.10.2017 Landgericht in Hannover.
Rechtsanwalt Markus Meier als Vertreter der Porsche Automobil Holding SE und weiteren Beklagten steht am 12.10.2017 Landgericht in Hannover.
Foto: dpa
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