Wolfsburg 

Wie kann die A2 entlastet werden? ADAC macht Vorschläge

Immer wieder kracht es auf der A2 - damit soll jetzt Schluss sein (Archivbild).
Immer wieder kracht es auf der A2 - damit soll jetzt Schluss sein (Archivbild).
Foto: Benyamin Bahri

Niedersachsen. Angesichts einer Zunahme von Autobahnstaus in Niedersachsen hat der ADAC eine bessere Baustellenplanung verlangt. Die Arbeiten auf Autobahnen und Bundesstraßen sollten besser aufeinander abgestimmt und notfalls auch nachts und an Wochenenden vorgenommen werden, teilte der ADAC am Dienstag mit.

Mit der Problematik beschäftigt sich am Donnerstag auch der Landtag in Hannover. Die Regierungsfraktionen von SPD und CDU fordern, dass der Autobahnbau vorangetrieben und die Koordination von Baustellen verbessert wird, um Staus zu vermeiden.

Auch A39 betroffen

Die A2 sei am Rande ihrer Kapazität, erklärte der ADAC. Schwerste Unfälle, Verletzte und Tote in den Baustellen-Bereichen zeigten den dringenden Handlungsbedarf. Für eine nachhaltige Entlastung der A2 sei der umstrittene Bau der A39 von Wolfsburg nach Lüneburg nötig, sagte Verkehrswacht-Chefin Cornelia Zieseniß. "Am besten wäre, wenn wir eine Autobahn Richtung Norden hätten." Sowohl auf der A2 bei Hannover als auch auf der A7 Richtung Hamburg gebe es weniger Verkehr, wenn die A39 durchgängig ausgebaut sei.

Kontrolle ist besser

Als konkrete Maßnahmen fordert der ADAC neben einer besseren Koordination und einer Verkürzung der Bauzeiten auch eine Kontrolle der Baustelleneinrichtung. Geprüft werden solle, ob Beschilderungen sinnvoll und für die Autofahrer verständlich seien. Geschaut werden müsse auch, ob die Fahrspuren zu erkennen seien und die Gelb-Markierung auf dem Asphalt hält. Um zu einer besseren Abstimmung aller Beteiligten zu kommen, hat der ADAC für Anfang Februar Gespräche mit der Straßenbaubehörde, Polizei sowie Stadt und Region Hannover initiiert.