Wolfsburg 

Rote Mützen und Blaumänner: Tausende VW-Werker streiken

IG Metall Streik bei Volkswagen in Wolfsburg

IG Metall Streik bei Volkswagen in Wolfsburg

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Wolfsburg. Tausende sind zum Streik aufgerufen - und viele VW-Mitarbeiter in den Werken Wolfsburg, Braunschweig und Gifhorn haben am Donnerstag, 1. Februar, für eine Stunde ihre Arbeit niedergelegt, um für bessere Arbeitsbedingungen zu streiken.

In Wolfsburg sprachen neben Konzern-Betriebsratschef Bernd Osterloh und Hartwig Erb als Erstem Bevollmächtigten der IG Metall auch Frank Paetzold, Chef der IG Metall- Vertrauenskörperleitung, und Felina Bodner, die Vorsitzende der Gesamt-Jugend- und Ausbildungsvertretung.

"Legen den Laden still"

Osterloh kündigte an, dass der Streik am Donnerstag nicht der letzte Ausstand bleiben werde: "Zur Not werden wir den halben Konzern zum Stillstand bringen. Die Chefs werden den Stillstand dann schon spüren. Auch wenn sie jetzt gemütlich in einer Konferenz sitzen und wir hier für unser Recht streiken müssen."

Für Frank Paetzold steht fest: "Das Angebot war eine Provokation. Die haben immer noch nicht begriffen, wie sie mit Menschen umgehen." Deshalb laute die Botschaft der Gewerkschaft: "Wenn ihr nicht mit dem Affenzirkus aufhört, dann legen wir den Laden still!"

Erstes Angebot abgelehnt

Die Gewerkschaft hatte ein Angebot von Volkswagen als zu gering abgelehnt. Die Gewerkschaft hatte 6 Prozent mehr Geld gefordert, zudem eine Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung sowie eine Garantie für den Erhalt von Ausbildungsplätzen.

Der VW-Haustarif ist Deutschlands größter Firmentarif. Er gilt in den sechs westdeutschen VW-Werken Emden, Hannover, Wolfsburg, Salzgitter, Braunschweig und Kassel sowie bei der Finanztochter aus Braunschweig.