Wolfsburg 

Wolfsburg: Kein Prozess gegen Islamisten-Frau

Vor dem Oberlandesgericht Celle mussten sich Ende 2015 bereits zwei ehemalige Mitglieder der Wolfsburger IS-Zelle verantworten (Arfchivbild).
Vor dem Oberlandesgericht Celle mussten sich Ende 2015 bereits zwei ehemalige Mitglieder der Wolfsburger IS-Zelle verantworten (Arfchivbild).
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Wolfsburg. Die Ehefrau des Wolfsburger IS-Anwerbers Yassin O. muss keine Strafverfolgung durch die deutsche Justiz fürchten. Das berichten die Wolfsburger Nachrichten unter Berufung auf den Sprecher des Landeskriminalamtes, Frank Federau.

Gegenüber dem Blatt betonte Federau, dass die am 5. Oktober vergangenen Jahres vorgenommene Razzia in der Wohnung der damals 26-Jährigen "aus gefahrenabwehrrechtlichen Gründen und nicht zur Strafverfolgung" stattgefunden habe. So seien Datenträger sichergestellt worden.

Die Zeitung vermutet, dass sich die Ermittler von der Durchsuchung Hinweise zum Verbleib von Yassin O., dem tunesischstämmigen Kopf der Wolfsburger IS-Zelle, erhoffte. Nach einem Bericht der Bild-Zeitung soll die Wolfsburgerin ihrem Mann zwischenzeitlich nach Syrien gefolgt sein.

In der Türkei soll sie Ende 2016 festgenommen und nach Deutschland abgeschoben worden sein; sie lebt mit ihren inzwischen zwei Söhnen wieder in Wolfsburg. Ein Richter habe eine weitere Ausreise der Kinder untersagt.