Wolfsburg 

Arbeitsgericht: VW soll an Islamist zahlen

Volkswagen-Logos liegen im VW-Werk in Wolfsburg an einer Golf-Produktionsstraße. (Archivbild)
Volkswagen-Logos liegen im VW-Werk in Wolfsburg an einer Golf-Produktionsstraße. (Archivbild)
Foto: dpa

Wolfsburg/Hannover. Der Streit zwischen der Volkswagen AG und einem von ihr gekündigten Wolfsburger Islamisten geht in eine neue Runde. Das Landesarbeitsgericht Hannover hatte am Montag einen Vergleichsvorschlag unterbreitet, wonach VW dem wegen Sicherheitsbedenken geschassten Mitarbeiter eine Abfindung von 65.000 Euro zahlen und ein wohlwollendes Arbeitszeugnis ausstellen soll. Darüber berichten die Wolfsburger Nachrichten.

Der Anwalt des 30-Jährigen wies nach Angaben des Blattes diesen Vorschlag jedoch zurück, so dass es nun zu einem Urteil kommen wird.

Im Februar hatte das Arbeitsgericht Braunschweig dem Autokonzern Recht gegeben und festgestellt, dass die Kündigung wegen eines zerrütteten Vertrauensverhältnisses legitim gewesen sei.

Sicherheitsbehörden schätzen den Mann als Gefährder ein, weshalb die Stadt Wolfsburg dem 30-Jährigen den Pass entzogen und ihn mit einem Ausreiseverbot belegt hatte.