Wolfsburg 

Zu spät zum Deutschkurs: Flüchtlingshilfe kritisiert WVG

Liegt es an der WVG, wenn Geflüchtete zu spät zum Deutschkurs kommen? (Symbolbild)
Liegt es an der WVG, wenn Geflüchtete zu spät zum Deutschkurs kommen? (Symbolbild)
Foto: dpa

Wolfsburg. In Wolfsburg gibt's Kritik am Mobilitätsticket. Seit Anfang des Monats gilt die 17 Euro teure Sozialfahrkarte erst ab 8.30 Uhr.

Das sei vor allem für Geflüchtete schlecht, moniert Günter Schütte von der Flüchtlingshilfe in der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung". Die Flüchtlinge kämen zum Beispiel zu spät zum Deutschkurs – das treffe auch andere Schüler oder Azubis, so Schütte.

Schlecht fürs Image?

Er befürchtet, dass die Flüchtlinge stigmatisiert werden; Stichwort "soziale Hängematte". Die von der Wolfsburger Verkehrs-GmbH (WVG) ermöglichten Ausnahmeanträge seien für die Geflüchteten finanziell nicht machbar, so Schütte. Seine Idee: Ein Aufkleber, der einen frühen Termin bescheinigt.

Die WVG hatte das Mobilitätsticket zeitlich begrenzt, weil die Busse morgens so voll waren. Seit dem 1. April können die Inhaber das Ticket erst ab 8.30 Uhr nutzen.