Wolfsburg 

Betrugs-Serie in Wolfsburg: Dutzende Rentner betroffen

Die Betrüger verwendeten sogar Namen echter Polizisten (Symbolbild).
Die Betrüger verwendeten sogar Namen echter Polizisten (Symbolbild).
Foto: dpa

Wolfsburg. Unbekannte haben am Mittwochabend mehrere ältere Bewohner aus dem Stadtgebiet angerufen und sich als Polizeibeamte ausgegeben. Die Polizei berichtet allein von rund einem Dutzend Betroffenen, die sich im Anschluss an das Trick-Telefonat an die echten Beamten gewandt hätten.

"Die Täter nutzen aus, dass die Polizei ein hohes Maß an Vertrauen genießt", so ein Sprecher. Die Trickbetrüger riefen ihre Opfer am Mittwochabend zwischen 21 und 22.30 Uhr an. Dann kam der Klassiker: "Ich bin von der Polizei, in Ihrer Nähe wurde ein Einbrecher festgenommen. Wir haben ein Notizbuch gefunden, in dem weitere Adressen vermerkt waren, unter anderem Ihre." So oder so ähnlich liefen alle Telefonate ab. Im Anschluss wurde noch nach Wertgegenständen in der Wohnung gefragt.

Namen echter Polizisten verwendet

"Die Täter erzeugen bewusst Verbrechensängste bei ihren Opfern, beruhigen sie wieder und bieten schließlich an, Geld und Wertsachen von der Polizei abholen zu lassen." Was sich sehr hilfsbereit anhört, ist in Wirklichkeit eine fiese Masche, auf die vor allem ältere Personen immer wieder reinfallen: Sie übergeben den falschen Beamten oft ihre gesamten Ersparnisse in dem Glauben, ihr Hab und Gut so vor möglichen Einbrechern geschützt zu haben.

Wenn sich die Opfer weigern, ihre Wertsachen den Fremden zu überlassen, werden diese oft aggressiv - so auch am Mittwochabend: Eine Seniorin wollte den Unbekannten ihr Bargeld nicht überlassen und wurde am Telefon sogar bedroht. Besonders dreist: Die Betrüger verwendeten sogar Namen echter Polizisten.

Tipps der Polizei:

  • keine Details zu finanziellen Verhältnissen rausgeben
  • echte Polizisten bitten nie um Geldbeträge oder Wertsachen
  • niemals Geld an unbekannte Personen übergeben
  • im Zweifel die 110 anrufen