Wolfsburg 

Stephan Weil nimmt VW-Werk in Südafrika unter die Lupe

Ministerpräsident von Niedersachsen, besucht mit Mitgliedern seiner Delegation des Tafelberg-Nationalpark.
Ministerpräsident von Niedersachsen, besucht mit Mitgliedern seiner Delegation des Tafelberg-Nationalpark.
Foto: Charlie Shoemaker/dpa

Port Elizabeth/Wolfsburg. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat ein VW-Werk im südafrikanischen Uitenhage besucht. "Das Werk hat auf mich einen sehr guten Eindruck gemacht", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur nach dem Besuch am Donnerstag. Volkswagen sei der größte industrielle Arbeitgeber in der Region und habe eine starke Stellung, so Weil. Der Besuch fand im Rahmen der einwöchigen Südafrika-Reise des Ministerpräsidenten statt.

Nach dem Werksbesuch begleitete VW-Geschäftsführer Thomas Schäfer Stephan Weil zu einem sozialen Projekt des Konzerns in der niedersächsischen Partnerregion Eastern Cape in Südafrika. Im Township Kwa Nobuhle am Rande Uitenhages hat VW 2010 ein Jugendzentrum aufgebaut.

"Lebendige Atmosphäre"

"Hier sind jeden Tag mehrere Hundert Jugendliche. Es ist wirklich eine unheimlich lebendige Atmosphäre", beschrieb Weil. Dort könnten Jugendliche auch Schulungen zur IT-Kompetenz besuchen, auch gesundheitliche Beratung werde angeboten. "Das hat mich wirklich beeindruckt." Er habe den Eindruck, dass das Zentrum von den Menschen extrem gut angenommen werde. Ihm gefalle, dass VW dort in besonderer Weise soziale Verantwortung übernehme.

Seit 1951 fertigt Volkswagen in Südafrika. 2015 startete zudem eine Fahrzeugmontage in Nigeria, im Dezember 2016 in Kenia. Außerdem will Volkswagen ein Werk in Ruanda eröffnen, in dem Land soll es auch um Carsharing gehen. In Südafrika beschäftigt VW laut Angaben rund 3800 Menschen, jährlich werden dort etwa 110.000 Autos produziert.