Wolfsburg 

#kerogegenmobbing: Gesicht zeigen ist cooler als Mobbing

Mobbing im Netz und auf der Straße. Der Wolfsburger Verein "Hand in Hand für Kinder der Region" setzt sich dagegen ein (Symbolbild).
Mobbing im Netz und auf der Straße. Der Wolfsburger Verein "Hand in Hand für Kinder der Region" setzt sich dagegen ein (Symbolbild).
Foto: Oliver Berg/dpa

Wolfsburg. Wenn Kinder andere Kinder hänseln, sie auslachen oder ärgern ist das schlimm. Wenn diese dann älter werden und sich das Ärgern in die sozialen Medien überträgt, läuft das Mobbing auch schonmal aus dem Ruder. Doch warum ist Mobben im Netz plötzlich so einfach und warum geht dagegen niemand an?

Eben diese Fragen haben sich Frank Jödicke und das Team des Vereins von "Hand in Hand für Kinder der Region" gestellt. Gemeinsam mit Unterstützern, Freunden und Prominenten wollen sie jetzt ein Zeichen setzen und zeigen, dass Mobbing eben keine Kleinigkeit ist.

Betroffene suchen verzweifelt Hilfe

"Immer wieder wurden wir als Verein, aber auch ich persönlich von Betroffenen angeschrieben. Verzweifelte Eltern haben von ihren Kindern erzählt, die in der Schule ausgelacht und beschimpft werden, weil sie eine Behinderung haben oder krank sind. Das muss aufhören", erklärt Initiator der Aktion Frank Jödicke im Gespräch mit news38.de.

Deshalb will der Verein nun die sozialen Medien nutzen, um zu zeigen, was er von Mobbing hält. "Wir wollen nichts durch die Blume sagen und nichts beschönigen", so Jödicke. "Mobbing ist scheiße und das wollen wir ganz klar so kommunizieren".

Leon LeStrange ist dabei

Prominente, Vereine oder auch Betroffene, einfach jeder ist aufgerufen, unter dem Hashtag #kerogegenmobbing ein Video zu posten. "Die Hoffnung ist, dass wir etwas in den Köpfen der Menschen bewegen. Alle, nicht nur Kinder, müssen verstehen, dass es eben nicht cool ist, sich über andere lustig zu machen oder Mitmenschen in den sozialen Medien bloßzustellen oder auszugrenzen."

Auch der Fan-Club des Comedian Chris Tall hat bereits einen Beitrag geleistet. "Wir haben von den Verantwortlichen Tassen und Kugelschreiber mit unserem Logo geschenkt bekommen, mit denen wir dann unsere Botschaft noch weiter in die Welt tragen können", so Jödocke.