Wolfsburg 

Sunny frisst Giftköder: Drei-Stunden-OP rettet ihr das Leben

Fabienne Borchers und Hündin Sunny nach der OP.
Fabienne Borchers und Hündin Sunny nach der OP.
Foto: Tobias Schneider

Wolfsburg. Ein Schock, den Fabienne Borchers und Sunny nicht so schnell vergessen werden. Die einjährige Labrador-Hündin hat einen vergifteten, mit Schrauben bestückten Köder gefressen. Eine dreistündige Operation rettet der Hündin das Leben.

Am Samstag, 16. Juni, ist Sunny mit ihrem Frauchen Fabienne am Mittelland-Kanal in Fallersleben im Bereich Sülfeld unterwegs. Der Hund ist an einer Flexi-Leine angeleint, Fabienne sitzt auf dem Fahrrad. "Damit sich die Kleine mal abkühlen kann, hab ich die Leine etwas lockerer gelassen. Sie liebt es, ans Wasser zu gehen. Dort am Kanal muss es dann passiert sein"; sagt Fabienne.

Arzt macht wenig Hoffnung

Am Tag darauf scheint noch alles in Ordnung zu sein. Die medizinische Fachangestellte bemerkt allerdings, dass die Hinterbeine ihrer Hündin leicht schlapp wirken. Am Montag wollte die Labrador-Hündin dann gar nicht mehr von ihrem Kissen aufstehen. "Sie ist so ein Wirbelwind. Das war schon sehr ungewöhnlich", so Fabienne.

Als sie dann am nächsten Tag den Bauch abgetastet hat, schnappte Sunny nach ihr. "Das war das Zeichen, schnell zum Tierarzt", so die 24-Jährige. Das war auch aller höchste Eisenbahn. Der Tierarzt aus Meine macht Fabienne und ihrem Mann nicht viel Hoffnung, dass Sunny es überleben wird.

Teure Operation und Nachsorge

Drei Stunden dauert der Eingriff dann und am Abend konnte das Ehepaar Sunny wieder mit nach Hause nehmen. "Der Schock war unfassbar groß. Wie kann ein Mensch nur so etwas tun".

Der Eingriff, die verschriebenen Tabletten und die Nachsorge bringt das Ehepaar an die finanziellen Grenzen. "Auf uns werden bis zu 1.600 Euro an Kosten zukommen. Wir wollen im August kirchlich heiraten unsere Ersparnisse sind bereits für die Anzahlungen genutzt", sagt Fabienne. "Das Geld für die OP mussten wir uns jetzt leihen."

Jetzt hofft sie, dass ihre Hündin alles gut verkraftet. Ein Bekannter hat für sie ein Spendenkonto eingerichtet, welches ein Teil der Kosten auffangen soll. Hier könnt ihr spenden.

Wolfsburg 

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Foto: dpa
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