Wolfsburg 

Kann losgehen: VW-Tochter Moia shuttelt Hannover durch

Eine junge Frau steigt in Hannover in einen Moia-T6 (Archivbild).
Eine junge Frau steigt in Hannover in einen Moia-T6 (Archivbild).
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Hannover/Wolfsburg. Nach der Genehmigung durch die Stadt Hannover startet die für Mobilitäts-Dienstleistungen zuständige VW-Tochter Moia ihren öffentlichen Shuttle-Betrieb "in den nächsten Wochen". Der bisherige Testbetrieb mit insgesamt 35 Kleinbussen, bei dem sich insgesamt 3.500 Fahrgäste mit ähnlichen Zielen die Fahrzeuge teilten, würde dann eingestellt.

Bald 250 Fahrzeuge?

Die Konzession gilt demnach zunächst bis zum Sommer 2020 für 150 Fahrzeuge, teilte das Unternehmen am Dienstag in einer Erklärung mit. Sollte eine unabhängige Begleitstudie keine negativen Auswirkungen auf die öffentlichen Verkehrsinteressen zeigen, könnte die Flotte auf 250 Kleinbusse aufgestockt werden.

Flotte wird elektrifiziert

Vor allem die Taxibranche hatte bisher starke Vorbehalte gegen die auch in Hamburg aktive Moia.

Die Bus-Flotte, die in Hannover eine Fläche von etwa 90 Quadratkilometern bedienen soll, soll in den kommenden Jahren elektrifiziert werden.

Ach, Sie auch hier?!

Grundlage des Moia-Geschäftsmodells ist das sogenannte Ride-Pooling: Fahrgäste können per App ihr Moia-Fahrzeug zu einer virtuellen Haltestelle in ihrer Nähe bestellen. Ein spezieller Algorithmus sorgt dann dafür, dass Fahrgäste mit einer ähnlichen Route unterwegs abgeholt werden.

Erschwingliche Preise

Der Preis, der in der Testphase bei sechs Cent pro Kilometern lag, wird dann angepasst werden und künftig zwischen den Preisen des Öffentlichen Nahverkehrs und dem eines Taxis liegen.

Er ist abhängig von Wochentag und Uhrzeit sowie Angebot und Nachfrage. Allerdings ändert er sich nicht mehr, sobald die Fahrt einmal per App gebucht worden ist - auch wenn es Staus oder Umleitungen geben sollte.