Wolfsburg 

Randale im Rathaus: Beamte müssen Asylbewerber bändigen

Nur mit vereinten Kräften konnten die Beamten einen Asyllbewerber überwinden (Symbolbild).
Nur mit vereinten Kräften konnten die Beamten einen Asyllbewerber überwinden (Symbolbild).
Foto: dpa

Wolfsburg. Zwischenfall im Rathaus in Wolfsburg: Nur mit Polizeigewalt war ein 36-jähriger Asylbewerber dazu zu bringen, die Ausländerstelle der Stadtverwaltung zu verlassen.

Wobei "verlassen" relativ ist: Mit vereinten Kräften mussten zwei Polizeibeamte und zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes den aus dem Sudan stammenden Mann bändigen, bevor er ins Gewahrsam mitgenommen werden konnte. Am Donnerstagabend wurde der Flüchtling wieder auf freien Fuß gesetzt, teilte die Polizei mit.

Schlag nach Kommissarin

Mitarbeiter der Verwaltung hatten die Beamten zu Hilfe gerufen, weil der mit dem Ergebnis seines Behördengangs offenbar unzufriedene 36-Jährige sich weigerte, die Ausländerstelle zu verlassen. Auch gegenüber den Uniformierten zeigte sich der Mann nicht nur widerspenstig, sondern schlug unvermittelt mit der Faust nach einer 28-jährigen Kommissarin.

Ihr 26-jähriger Streifenkollege konnte den Schlag zwar reaktionsschnell abwehren, dabei habe er jedoch Abschürfungen erlitten. Unterstützt von den Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes, konnten die Beamten dem Wüterich schließlich Handschellen anlegen und "transportfähig" machen.