Wolfsburg 

Muttermilch für Säuglinge - neue Bank in Wolfsburg

Für Neugeborene, deren Mütter nicht stillen können, gibt's in Wolfsburg bald die erste Muttermilch-Bank Niedersachsens (Symbolfoto).
Für Neugeborene, deren Mütter nicht stillen können, gibt's in Wolfsburg bald die erste Muttermilch-Bank Niedersachsens (Symbolfoto).
Foto: imago stock&people / imago/BE&W

Wolfsburg. Das Klinikum Wolfsburg wird künftig über eine Muttermilch-Bank verfügen: Sozialministerin Carola Reimann (SPD) übergab am Samstag einen Förderbescheid über 80.000 Euro, um die erste derartige Einrichtung in Niedersachsen finanziell zu ermöglichen.

"Mit der Muttermilch-Bank sorgen wir dafür, dass vor allem Frühgeborene von Müttern, die nicht in der Lage sind, zu stillen, mit Muttermilch versorgt werden können", betonte Reimann. Die Wolfsburger Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer (SPD) hatte sich für die Schaffung der Bank eingesetzt - und eine schriftliche Anhörung von Experten habe den Bedarf für eine Muttermilch-Bank eindeutig bestätigt.

Denn die im Internet angebotene Muttermilch, auf die betroffene Frauen meist aus Mangel an Alternativen zurückgreifen, sei häufig verunreinigt. Oberärztin Dr. Nele Howold sieht in der künftigen Bank eine deutliche Qualitätssteigerung für die Frühgeborenenstation: "Gerade sehr unreife Frühgeborene profitieren von einer reinen Muttermilch-Ernährung enorm, denn sie ermöglicht einen schnelleren Nahrungsaufbau, führt zu einer reduzierten Infektionsrate während des stationären Aufenthalts und vermindert die Wahrscheinlichkeit für schwere Komplikationen."